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Stiftung St. Annen- und St. Bartholomäi-Lehen will weiterhin Semmel verteilen / Regelung wird etwas aufgeweicht

Wenn das Rosinengebäck Identität stiftet

Bad Münder (jhr). Die älteste Stiftung Deutschlands befindet sich im bayerischen Schwaben und wurde noch vor dem Jahr 950 gegründet. Ganz so alt ist die mündersche Stiftung St. Annen- und St. Bartholomäi-Lehen nicht. Am 13. April 1543 wurde festgeschrieben, was die Brüder Theodor, Hans und Hartmann Ading 1353 gestiftet und Diederich Ading 1484 neu fundiert hatte: das St. Bartholomäi-Lehen. Auch das von Dietrich Langehans und Heinrich Lüder, genannt Korteslippe, gestiftete St. Annen-Lehen sollte ausdrücklich für Stipendien „für arme Knaben aus den geschlechten, von denen sie herkomen...“ bestimmt sein. Das Problem, das im städtischen Ausschuss für die Stiftungen wie auch bei den Mitgliedern der „Lehrensfreundschaft“ gesehen wird: Es ist sehr schwierig, die Nachkommen der Stifterfamilien für Familiengeschichte und die Bedeutung der Lehen zu interessieren.

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