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Im Institut in Ohr kann die weltbeste Solarzelle bestaunt werden

Wenn das Dach den Strom macht

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Der Klasse 4 a der PestalozziSchule

Hameln. Der 30. April 2015 wurde für unsere Klasse ein ganz besonderer Tag. Wir besuchten das Institut für Solarenergieforschung Hameln, kurz ISFH, in Ohr. Schon das Hineingelangen gestaltete sich als kleines Abenteuer, wir standen zunächst vor einer undurchsichtigen und verschlossenen Tür. Kein Mensch war zu sehen, es war ganz ruhig. Als unser Lehrer die Klingel betätigte, antwortete uns nach einigen Pieptönen eine freundliche Stimme, dass gleich jemand käme. Wie von Geisterhand öffnete sich die Tür und wir konnten das Reich der Solarzellen betreten.

Um 9.06 Uhr ging es dann endlich mit der Führung los. Frau Kröger und Herr Schanz begrüßten uns. Zuerst besuchten wir die Sekretärinnen im Büro, die gerade mit der Steuerberaterin ganze Regale von Ordnern durcharbeiteten. Anschließend wollte Herr Schanz uns draußen eine kostenlose Tankstelle für Elektroautos zeigen. Der Strom kam von den Solarmodulen, die gleichzeitig als Dach dienten. Dann marschierten wir wieder hinein und allen blieb der Mund offen stehen. Herr Schanz zeigte uns die beste Solarzelle der Welt! Richtig, sie stammt aus dem beschaulichen Ohr bei Hameln, sieht lila-blau-glänzend aus und besteht aus Glas. Er erklärte uns: „Im Institut müssen alle produzierten Solarzellen getestet werden. Die besten halten Hagelkörner so groß wie Tischtennisbälle aus.“

Im Institut durften wir einen Blick in die Werkstatt werfen. Dort stand ein hochmoderner 3D-Drucker zwischen vielen anderen Geräten wie einer Säge, einer großen Drehbank und zwei Bohrmaschinen. Dort wurde mit Aluminium, Plexiglas, Kupfer, Edelstahl, Messing und Kunststoffen herumhantiert. An der Biegemaschine legten wir alle Hand an, wir durften Edelstahlbleche biegen. Bevor wir es richtig bemerkten, waren die Bleche genau im rechten Winkel gebogen. In der Werkstatt war es allerdings sehr stickig, denn die Fenster waren nicht offen. Unser nächstes Ziel lag nicht weit entfernt. Es waren drei Wärmelampen, darunter lagen drei schwarze Platten, auf der einen war ein Styroporklotz, auf der nächsten Platte waren durchsichtige Plastikröhrchen, die dritte war leer. Jetzt fragte Herr Schanz: „Welche Platte ist warm und welche kalt?“ Fast alle dachten, dass die leere Platte am wärmsten wäre, doch richtig war die Platte mit den Plastikröhrchen. Er erklärte uns, dass sich dieses Prinzip auch die Eisbären zunutze machen. Danach wurde es spannend. Im Labor haben wir ein Solarmodul gebaut, das nur von einer Solarzelle betrieben wurde. Für dieses Modul mussten wir folgende Teile zusammenbauen: den Motor, eine Plexiglasscheibe, eine Solarzelle, einen Schalter mit zwei Kabeln, einen Propeller, zwei Buchsen, Muttern und mehrere Kabel. Wir haben zunächst alle Einzelteile in die Plexiglasscheibe gesteckt. Nun war Fingerspitzengefühl gefragt, wir mussten die richtigen Kabel miteinander verdrehen. Am Ende wurde alles verlötet. Wir konnten unsere Solarmodule testen. Dazu benutzten wir ein Stromstärkemessgerät, unsere höchsten Werte waren 66 Milliampere. Als sich Wolken vor die Sonne schoben, schnellte der Wert nach unten.

Um ein kleines Solarmodul zu bauen, braucht man doch ganz schön viele Einzelteile.



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