weather-image
Verkehrsverein positioniert sich gegen SuedLink

Weniger Mitglieder

Börry. Zu seiner Mitgliederversammlung hatte der Verkehrsverein Emmerthal ins Gasthaus Zeddies nach Börry geladen. Außer der Wahl eines neuen Kassenprüfers, der mit Hans-Joachim Kinast aus Kirchohsen schnell gefunden war, konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Mitglieder und Gäste, wie Bürgermeister Andreas Grossmann und Ortsbürgermeister Rolf Keller, auf die Präsentation des Touristikzentrums westliches Weserbergland durch dessen Geschäftsführer Matthias Gräbner und den Jahresbericht des Vorsitzenden des Verkehrsvereins, Friedrich-Wilhelm Sander. Die Themen Vernetzung und Ausbau der Internetpräsentation und die Kooperation mit dem Touristikzentrum westliches Weserbergland standen bei den Vorstandssitzungen auf der Tagesordnung. Die Planungen der Firma Tennet zur Stromautobahn SuedLink stellt laut Friedrich-Wilhelm Sander eine Bedrohung für den Tourismus an Weser, Emmer und Ilse dar. „Diese geplanten Stromtrassen machen unsere Region und damit auch den Tourismus kaputt.“ Sander bedauerte, dass an den Veranstaltungen zum Thema SuedLink kaum Interesse seitens der Mitglieder gezeigt wurde. Er appellierte, künftig an den Veranstaltungen der Bürgerinitiative Weserbergland teilzunehmen und so zu helfen, die Landschaft auch für die Kinder und Enkel zu erhalten. Negativ stellt sich die Mitgliederentwicklung des Verkehrsvereins dar. Nach einer Eintrittswelle muss nun auf Mitglieder verzichtet werden, ebenso auf das Gasthaus Zur Post der Familie Siever in Latferde, das geschlossen wurde. Der Verkehrsverein besteht aus 57 Mitgliedern. 2014 wurden 281 Gästebetten gemeldet.

Bürgermeister Andreas Grossmann stellte in seinem Grußwort den Tourismus als einen der wenigen Bereiche mit Wachstum in der Gemeinde dar und freute sich, dass aus der anfänglichen Skepsis des Verkehrsvereins zum Beitritt des Touristikzentrums westliches Weserbergland eine konstruktive Zusammenarbeit wurde. Auch Grossmann sieht im SuedLink, der Gütertransitstrecke der Bahn und den zunehmenden Windenergiestandorten belastende Themen in Sachen Tourismus. Das war auch der Tenor von Rolf Keller, der die Anwesenden als Ortsbürgermeister, Vorsitzender des Fördervereins Museum Börry und Sprecher der Bürgerinitiative Weserbergland begrüßte. Für ihn ist das Maß der Belastungen für die Bevölkerung und für die Region als Urlaubsgebiet voll.aw



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt