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Weitere Sternsinger in Bad Münder dringend gesucht

BAD MÜNDER. Am Freitag- und Samstagnachmittag, 6. und 7. Januar, werden auch in Bad Münder die Sternsinger wieder ausgewählte Einrichtungen wie Altenheime, das Hospiz, aber auch ganz normale Familien, die das wünschen, besuchen. 16 Kinder und Jugendliche sind bereits mit dabei, anvisiert sind mindestens 25.

Beim Infotreffen werden die neuen Umhänge probiert. Foto: Huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

Die in die nagelneu geschneiderten Gewänder der Heiligen Drei Könige gewandeten, mit Umhang, Krone, Schatzkästlein und goldenem Stern ausgestatteten Kinder und Jugendlichen, werden dann auch den traditionellen Haussegen mit Kreide an die Türen malen: „20*C+M+B*17“.

In einer ersten Zusammenkunft in der katholischen St. Johannes-Baptist-Kirche an der Angerstraße wurden jetzt 16 kleine Sternsinger über die diesjährige „Aktion Dreikönigssingen“ informiert.

„Es geht um Afrika“, so die stellvertretende Pastoralratsvorsitzende Dr. Maria Ballmaier. In diesem Jahr sammeln die Sternsinger für in besonders dramatischer Weise von den Auswirkungen des Klimawandels betroffene Menschen in der Turkana-Region in Kenia. In einem Film mit dem bei Kindern beliebten Willi, dem Nachfolger von Peter Lustig, informierte der über seinen Besuch bei den dort lebenden Menschen. Deren Kinder müssen für ein paar Liter sauberes Wasser oft stundenlange Fußmärsche machen. Bilder, die auch bei den münderschen Sternsingern Eindruck hinterließen.

Jasmin Austmann aus Flegessen und ihre Kinder Hannes (6) und Frieda (9) sind auch als Sternsinger dabei. „Hannes ist in Afrika, in Windhuk, geboren“, so Jasmin Austmann.

Die meisten Kinder haben bereits Erfahrung als Sternsinger. Die siebenjährige Antonia etwa ist „schon dreimal“ mit dabei gewesen, und auch Richard und sein Freund Philipp erweisen sich als mit dem Hintergrund dieser Tradition gut vertraut.

Nach der Einführung geht es in einen kleinen Nebenraum. Dort können sich die Sternsinger die passenden Kostüme aussuchen. In Kleingruppen drängen sich die Kinder um einen Kleiderständer und probieren die verschiedenen Umhänge an. Antonia will mit Franzi und zwei weiteren Freundinnen auf Sternsinger-Tour gehen. Beim Aussuchen der richtigen Kleidung sind die Mädchen ganz in ihrem Element. „Das macht einen großen Spaß“, stellen sie fest.

Im Lutherjahr werden auch
andere Konfessionen besucht

„Sternsinger kann jeder sein, da braucht man nicht katholisch zu sein“, so Katharina de Fries. „Im Lutherjahr besuchen die Sternsinger auch Familien anderer Konfessionen und Religionen, denn es geht um den guten Zweck“, ergänzt Maria Ballmaier.

Den kleinen Münderner Sternsingern ist klar, dass Sternsingen eine weltweite Bewegung ist. „Und sie entdecken, dass man da viel in Bewegung setzen kann“, so Ballmaier. Leider fehlen jedoch noch weitere Sternsinger. „Wir wären froh, wenn wir statt der bisher 16 oder 17 mindestens 25 hätte, so dass wir sieben bis acht Gruppen losschicken könnten.“

Am zweiten Weihnachtsfeiertag bekommen die Sternsinger im Gottesdienst ihren offiziellen Auftrag. „Sternsingen ist eine tolle Erfahrung für Kinder“, sagt Maria Ballmaier – und hofft auf weitere Anmeldungen.

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