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Awo-Bezirksverband übernimmt Hospize, Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflege

Weitere GSD-Tochter verkauft

Bad Münder. Kurz vor Weihnachten gute Nachrichten für die 90 Beschäftigten des Bereiches Betreuung der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste (Awo GSD-B): Der Awo-Bezirksverband übernimmt die Einrichtung zum 1. Januar.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Bad Münder. Kurz vor Weihnachten gute Nachrichten für die 90 Beschäftigten des Bereiches Betreuung der Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste (Awo GSD-B): Der Awo-Bezirksverband übernimmt die Einrichtung zum 1. Januar und löst sie aus den insolventen Gesundheitsdiensten heraus.

Die GSD-Betreuung ist in Bad Münder für das Hospiz, die Pflegeeinrichtung, das Managementzentrum und den ambulanten Pflegedienst zuständig, außerdem in Hann. Münden für das Hospiz. Verändern werde sich für die Mitarbeiter mit dem Verkauf kaum etwas, betont Andreas Przykopanski, der auch weiterhin die Gesellschaft als Geschäftsführer leiten wird. Sämtliche Arbeitsverträge sollen weitergeführt werden, Regelungen zur Betriebszugehörigkeit, zur zusätzlichen Altersvorsorge, zu Urlaubsansprüchen und zu Mehrarbeitsstunden bleiben erhalten. „Ich bin froh über diese Lösung“, sagt Przykopanski – letztlich auch vor dem Hintergrund der noch immer ungeklärten Zukunft der anderen Awo-Einrichtungen am Deisterhang.

Die Unsicherheit über die künftige Struktur habe sich sowohl auf die Belegungszahlen und den Personalstand als auch auf das für das Hospiz so dringend benötigte Spendenaufkommen ausgewirkt. Ab sofort sucht Przykopanski wieder Personal, unter anderem ist die Stelle der leitenden Pflegefachkraft für die stationäre Pflege zu besetzen.

Nach dem Ablauf der Exklusivverhandlungen mit einem Konsortium und Dr. Reinhard Wichels, der ursprünglich für alle Awo-GSD-Einrichtungen geboten hatte, waren auch Angebote anderer Bieter für die Betreuung geprüft worden. Dass der Zuschlag letztlich an den Bezirksverband fiel, begrüßt Przykopanski: Der Verbleib im Wohlfahrtsverband Awo sei eine gute Entwicklung.

Walter Richter, Geschäftsführer des Awo-Bezirksverbandes Hannover, sieht es ähnlich: „Damit bleiben wichtige Einrichtungen in Awo Hand. Besonders die beiden Hospize passen sehr gut zu unserem Portfolio und sind aus unserer Sicht einzigartige und sehr wertvolle Angebote, die zu einer umfassenden Betreuung der Menschen beitragen.“ Gemeinsam mit der Bezirksvorsitzenden, der SPD-Bundestagsabgeordneten Kerstin Tack, hatte sich Richter für den Kauf der Betreuung stark gemacht.

Die GSD-Betreuung war bislang Tochter eines Tochterunternehmens des Awo Bezirksverbandes – und wird es auch bleiben: Die Betriebsgesellschaft des Bezirks, die Awo Soziale Dienste Bezirk Hannover gGmbH, die sämtliche Geschäftsanteile gekauft hat, ist wie die GSD ein Tochterunternehmen.

Dass der Bezirksverband sich ausgerechnet für die einzige GSD-Tochter, die nicht von Insolvenz betroffen war, interessierte, war bereits im Juni bekannt geworden. Przykopanski betont, dass der Verkauf in Absprache mit den Gläubigern, den Betriebsräten, dem vom Insolvenzgericht bestellten Sachwalter und dem Generalbevollmächtigten der Awo GSD beschlossen wurde.

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