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Geschäftsführung und Betriebsrat vertreten unterschiedliche Auffassungen / Ahrens: „Maßnahmen nicht ausgeschöpft“

Weiter zähes Ringen um 18 Arbeitsplätze bei Haworth

Bad Münder (jhr). Nicht nur am Haworth-Standort Ahlen, auch am Standort Bad Münder gibt es zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung Differenzen über den Abbau von Arbeitsplätzen beim Büromöbelhersteller.


Während eine Unternehmenssprecherin in der vergangenen Woche gegenüber der NDZ Gespräche über den Abbau von 18 Arbeitsplätzen einräumte, weist Betriebsratschef Gerd Ahrens jetzt darauf hin, dass die Geschäftsführung zuletzt am vergangenen Freitag die Notwendigkeit des Abbaus von 18 Arbeitsplätzen mitgeteilt habe. Der Betriebsrat verhandle allerdings nicht mit der Geschäftsleitung über den Abbau. „Wir setzen weiter auf Beschäftigungssicherung und fordern die Einhaltung und Umsetzung der abgeschlossenen Betriebsvereinbarung“, macht Ahrens deutlich.

Er erinnert daran, dass sich Geschäftsführung und Betriebsrat Anfang März darauf verständigt hatten, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden und dazu Betriebsvereinbarungen zur Einführung von Kurzarbeit, Qualifikation und Beschäftigungssicherung unterzeichneten. „Nicht einmal 50 Prozent der Belegschaft“ seien betroffen, müssten an sechs Tagen pro Monat von der Kurzarbeit Gebrauch machen. „Hier kann bei weitem nicht die Rede davon sein, dass Kurzarbeit als Instrumentarium nicht länger ausreicht“, kritisiert Ahrens die am 14. April und 8. Mai erneut geforderte Personalreduzierung. „Die beschäftigungssichernden Maßnahmen sind nicht ausgeschöpft“, sagt Ahrens – der Betriebsrat sei dennoch aufgefordert worden, die Zustimmung zum Ausspruch von Kündigungen zu erteilen. „Damit die Geschäftsleitung die aus ihrer Sicht erforderlichen Kündigungen auch ohne die Zustimmung des Betriebsrates aussprechen kann, zieht sie die Kündigung der Betriebsvereinbarung in Erwägung“, berichtet der Betriebsratsvorsitzende.



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