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Mit den befreundeten Vereinen wird gefeiert: Großes Chorkonzert zum Jubiläum

Weil singen Leben ist: Frauenchor blickt auf 30-jähriges Bestehen zurück

Exten (isch). "Wo hört man schon mal eine Ambosspolka in der Kirche?" Der Männergesangverein aus Volksen-Friedrichshöhe ist bestens gelaunt - kein Wunder, nachdem mit der "Legende von Babylon" (Bruce Low) schon die erste Überraschung gelungen war. "Singen ist Leben" lautet das Motto des kirchlichen Frauenchores der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Exten-Hohenrode, der am Sonntag nach Exten in die Kirche zum Chorkonzert geladen hatte, um dort sein 30-jähriges Bestehen mit Gesang zu feiern.

Zu seinem 30-jährigen Bestehen gibt der Frauenchor der Kirchenge

Auf der Einladung zu diesem Fest sind sie alle genannt: 24 Aktive, die sich wöchentlich montags treffen und schon bei zahlreichen Auftritten zu hören waren. Weltliche und geistliche Lieder mischen sich im Repertoire und mit Stolz blickt Brigitte Sievert, die mit ihrem Mann zusammen die Leitung innehat, auf diese lange Zeit zurück: "Viele sind von Anfang an dabei - und geblieben. Und wer später hinzukam, fragte sich im Nachhinein, warum er nicht schon viel früher dazu gestoßen ist", erzählt sie. Der Einladung zum Chorkonzert folgten so viele, dass neben den Parkplätzen auch die Sitzplätze rar wurden. Gleich fünf Männergesangvereine der Umgebung waren zu Gast und wirkten im Programm mit. Glückwünsche und Gastgeschenke wurden überbracht, so auch ein Klingelbeutel der etwas anderen Art - mit Geld für Notenmaterial. Mit den Worten "Meinetwegen könnt ihr es auch versaufen" wird der Beutel humorvoll überreicht. Doch damit das nicht passiert, gab es noch eine extra Flasche Wein dazu. Aber auch der einzige Schattenüber diesem Jubiläum wurde in den guten Wünschen sichtbar: Auf eine Einladung zum noch in der Ferne liegenden 60. Bestehen des Frauenchores freuen sich die Gastchöre schon jetzt. Doch die Voraussetzung, der Nachwuchs, der in die Fußstapfen der Chorfreunde tritt, fehlt. Der Chor, der in der Antike schon das Volk oder die Gemeinschaft verkörperte und später kunstvoll arrangierte, vielstimmige Choräle zum Lob des Herrn sang, fand im kleineren Rahmen, in den Gesangvereinen und Gemeindechören, seine Fortsetzung. So blicken die Chöre auf eine wechselhafte und doch kontinuierliche Geschichte zurück, in der sie immer eine zentrale Rolle im Miteinander und für den Zusammenhalt gespielt haben. Aber das Interesse der jungen Generation wird immer weniger. "Für den Fußball können wir die Jungen noch gewinnen, aber hier bleiben die Älteren unter sich", sind sich die Chorleiter einig. Dabei heißt es: "Drum singe, wem Gesang gegeben." Und das Schöne am Chorgesang ist, dass die, denen Musikalität nicht unbedingt in die Wiege gelegt wurde, nicht gleich auffallen, wenn sie sangesfroh einfach dabei sind, einen Platz erhalten so wie sie sind und mitklingen dürfen. Eine schöne Botschaft, eine wertvolle Arbeit und eine Feier, an die viele noch lange denken werden...



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