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Zwischen Ausschweifungen und Glitzerseligkeit: Einblicke ins einstige heimische Festtagsgeschehen

Weihnachtsrummel anno tobac

Es ist etwas nicht richtig, es fehlt etwas“, schrieb am 16.12.1911 die Schaumburger Zeitung. „Wenn es aufs Christfest zugeht, dann gehört es sich, daß Eis und Schnee ihren Zauber entfalten“. Der Hilferuf nach einem „richtigen“, zur Jahreszeit passenden Wetter war verständlich. Während der zurückliegenden Monate hatte Petrus den hierzulande lebenden Leuten mehr als genug Kapriolen zugemutet. Als besonders böse Überraschung war der extrem heiße und trockene Sommer in Erinnerung geblieben. Mit ungläubigem Kopfschütteln dachte man in Rinteln an die Septembertage zurück, an denen selbst Schulkinder durch die gerade mal knietiefe Weser waten konnten. Die Erwartung, dass sich die Verhältnisse gegen Ende des Jahres wieder „normalisieren“ würden, erfüllte sich nicht. Das Weihnachtsfest vor 100 Jahren war grün, das Schaumburger Land in tristes Grau gehüllt.

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Autor:

Wilhelm Gerntrup


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