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„Bayerische Weihnacht“ in Maria-Magdalenen-Kirche fasziniert Besucher

Weihnachtsgeschichte in Lederhose und Janker

Lauenhagen (hga). Mehr als 120 Besucher haben in der Maria-Magdalenen-Kirche die Weihnachtsgeschichte auf bayerisch erlebt.

Stimmungsvolle Inszenierung: „Bayerische Weihnacht“ mit Erika-Maria Lehmann (vorne), Volker Thies (von hinten links)

Stilecht, in Lederhose und Janker, begrüßte Pastor Norbert Kubba die Gäste. „Ich bin gehalten, ´Grüß Gott´ zu sagen“, erklärte Kubba und gestand, die Tracht während seines Studiums in München erstanden zu haben. Die sei zum Besuch des Oktoberfestes nötig gewesen.

Die „Bayerische Weihnacht“ ist eine literarische Verarbeitung der Weihnachtsgeschichte von Ludwig Thoma, angelehnt an das Lukas-Evangelium. Den Ort der Handlung sowie die Sprache hat Thoma in ein tief verschneites Dorf ins Oberbayerische verlegt.

Fünf aktuelle und ehemalige Mitglieder der Staatsoper Hannover trugen die dichterische Umformung von Thoma vor.

Erika-Maria Lehmann hatte den vielleicht schwierigsten Part. Die Gattin des ehemaligen Intendanten der Staatsoper, Hans-Peter Lehmann, las die Weihnachtsgeschichte vor. Deutlich, akustisch sehr gut verständlich, aber in einem Dialekt, der für Schaumburger Ohren aus dem tiefsten Bayern stammt.

Für Lehmann als gebürtige Dachauerin ist das kein Problem, für die meisten blieb das eine oder andere unverständlich. Einen ganz eigenen Reiz und Zauber zog die Aufführung aus ihrer Gesamtinszenierung. Die Sopranistin Heike-Susann Moltzen, Tenor Volker Thies und Bass Heinz Maraun untermalten die Lesung mit Soli, Dreigesängen sowie Duetten.

Für die musikalische Begleitung sorgte Angela Klöhn mit ihrer Harfe. Die von Moltzen, Maraun und Thies vorgetragenen Lieder schlugen die Gäste in ihren Bann.

„Das ist toll, sie spricht sehr deutlich“, konstatierte Jürgen Sabolowitsch aus Lauenhagen in der Pause. Mit dem Verstehen der Lesung habe er keine Probleme. „Unsere Schwiegertochter kommt aus Bayern, die versteht das alles“, erklärte Gudrun Sabolowitsch. Entspannt genossen die Besucher auch den zweiten Teil der Aufführung.



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