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Sechs Künstler zeigen auf Wilhelmstein Fantasievolles in Glashäusern

Weg zur Kunst führt übers Wasser

Steinhuder Meer. Es gibt viel zu entdecken in der Miniwelt vom Wilhelmstein: Kunsthistorikerin Frauke Engel zeigte sich in ihrer Rede zur Ausstellungseröffnung von dem Sommerprojekt der Initiative Meerkunstraum begeistert. "Die Kunst in den Glashäusern auf der Insel ist eine fantastische Idee. Die Ausstellungsorganisatoren mit ihrem Vorsitzenden Dietmar Junghans haben Konzentration und Weitblick hervorragend miteinander verwoben", sagte die Expertin.

Auch Steinhudes Bürgermeister Jürgen Engelmann lobte die ausgezeichnete Idee, den Inselbesuch mit einem Kunstgenuss zu verbinden: "Viele Wege führen zur Kunst, aber nur wenige führen über das Wasser." Mehr als 300 Gäste kamen gestern auf die Insel, um die dritte Auflage der Installationen "Durchblicke" in den fünf Gewächshäusern zu "Masse versus Transparenz" zu sehen. In diesem Jahr präsentierte wieder ein namhaftes Künstlerteam seine Kreationen in den filigranen Häusern. "Insel Sehnsucht" hieß die Installation von dem Künstlerpaar Susanne S. Sauer-Andreae und Werner C. Sauer aus Gehrden. 15 aufrechtstrebende Spiegelflächen mit Fotomontagen ergeben in ihrem Haus faszinierende Reflexionen und Effekte. Der Hannoveraner F. P. Kelm nannte sein Haus "Punkt.um". Dort hat er eine bunte Weltaus Punkten in den Grund- und ihren Komplementärfarben konstruiert, die je nach Standort einen anderen Durchblick ergeben. "Schwebende Pflanzen" betitelte Ulli Böhmelmann aus Köln ihr Werk aus lackiertem Kupferdraht und transparenter Gaze an Nylonfäden, von denen sich einige um die eigene Achse drehen. Klaus Meier-Warneboldt aus Petershagen versteht unter dem Begriff "In domus fragile" ein Zitat der Linien des Gewächshauses. Mit zarten gelben Bambusstäben baute er eine schwebende Illusion. Ganz spektakulär arbeitete Anna Grunemann aus Hannover. Ihr Kubus wird zeitweilig vollständig mit Nebel gefüllt und eine farbige Lichtquelle ergibt ein sich langsam veränderndes Farbspiel - ein idealer Effekt für die Abendstunden.




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