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Weg frei für Aldi-Umzug

Bad Münder. Einen kombinierten Einzelhandelsstandort von Edeka und Aldi wird es in Bad Münder nicht geben. So lautet die mehrheitlich getroffene Entscheidung des Verwaltungsausschusses. Dafür soll allerdings der Weg für den von Aldi gewünschten Umzug an die Rahlmühler Straße bereitet werden.

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Autor:

Mira Colic

Dafür werde sich die Verwaltung im ersten Schritt mit dem Investor abstimmen. Die Firma Unitas Bauberatung plant einen Aldi-Neubau auf dem Gelände des Autohauses Speckin (wir berichteten). Der Discounter drängt seit Jahren auf einen Umzug, da das Hermapal-Gelände sowohl der ehemalige Baumarkt als auch eine benachbarte Bäckerei verlassen haben.

Mit seinem Votum ist der VA auch der Einschätzung von Jörg Heine gefolgt. Er hatte als Vertreter der Unteren Raumordnungsbehörde des Landkreises der Genehmigung eines kombinierten Standorts kaum Chancen eingeräumt. Anders sehe die Situation für Aldi an der Rahlmühler Straße aus. Aber auch dieses müsse genau geprüft und Gutachten erstellt werden.

Die CDU-Ratsfraktion ist damit endgültig mit ihrem Antrag, einen Einzelhandelsstandort auf der grünen Wiese an der Friedhofskreuzung zu entwickeln, gescheitert. Zum Unmut von Stadtverbandschef Hans-Ulrich Siegmund, der für Bad Münder „eine große Chance vertan“ sieht. Es sei nachvollziehbar, dass Aldi mit dem jetzigen Standort nicht zufrieden sei („der ist nicht das Gelbe vom Ei“). Er bezweifle jedoch, dass die jetzt gewählte Alternative eine bessere Lösung für den Discounter sei. „Immerhin war man an der Süntelstraße mitten im Wohngebiet.“ Siegmund beharrt weiterhin auf den Vorteilen, die der Einzelhandel an der Kreuzung L421/B 442 für die Stadt bedeutet hätte: Einnahmen durch den Verkauf eines städtischen Grundstücks, Gewerbesteuereinnahmen und Kaufkraftzuzug.

Auch die Einschätzung der Experten der IHK, Bad Münder sei sehr gut aufgestellt, sieht Siegmund kritisch: „Wo ist denn in Bad Münder alles in Ordnung? In der Innenstadt reiht sich ein Leerstand an den anderen.“ Er könne die Sorgen der heimischen Einzelhändler vor weiterer Konkurrenz nachvollziehen, „aber der große Feind der Innenstadt-Geschäfte ist doch das Internet“.

Nun sei wahrscheinlich für viele Jahre eine sinnvolle Nutzung des Geländes vertan worden. „Es gab ja schon viele Ideen, aber jetzt hätten wir tatsächlich zwei interessierte Investoren gehabt“, so Siegmund.



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