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Nicht nur die Duschen des Hagenburger Mehrzweckhauses müssen saniert werden

Wedemeier: Verordnung sitzt der Gemeinde „im Nacken“

Hagenburg. Verschimmelte Duschräume im Keller, abgewetztes Parkett im Obergeschoss, Umbau der ehemaligen Feuerwehrräume und fehlende Dämmung: Eine Vielzahl von Problemen haben die politischen Gremien der Gemeinde Hagenburg mit der geplanten Renovierung und Umnutzung des deutlich in die Jahre gekommenen und nicht behindertengerecht ausgebauten Mehrzweckhauses zu lösen.

Autor:

jan Peter Wiborg

Dem Planungsbüro Gonsior und Thiele sind von den Kommunalpolitkern während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses folgende Überlegungen und Vorgaben mit auf den Weg für die weitere Planung gegeben worden:

Kellergeschoss

Nicht dem Stand der Technik entsprechen die Duschen. Um die Vorgaben für die Trinkwasserverordnung zu gewährleisten, müsste das komplette Rohr- und Anschlusssystem erneuert werden. Die Duschbelüftung ist nicht ausreichend, es entsteht Schimmel, deshalb ist ein neues Lüftungssystem erforderlich.

Jugendraum

Für den Jugendraum soll der Zugang verbreitert und die steile Treppe erneuert werden. Die Garage soll als Zugang für den Jugendraum genutzt, die Oberlichter entfernt und die Tore durch Fenster ersetzt werden. Geheizt werden soll entweder über eine Deckenstrahlheizung oder Röhrenheizflächen. Die Toiletten bekommen keine Heizung, nur ein Abluftgerät. Gelüftet wird über ein Wetterschutzgitter an der Außenwand. Die Zwischentür zwischen den Räumen des TSV und den Jugendräumen soll verschwinden.

Obergeschoss

Die Dachschrägen sollen ihre Holzpaneelen verlieren und eventuell noch durch sogenannte „Veluxfenster“ aufgehellt werden, eine Dampfsperre soll in die Decke, die Beleuchtung und die Gardinen sind zu erneuern, auch ein kompletter Neuanstrich wäre notwendig. Der Ingenieur Uwe Brinkmann von Gonsior und Thiele rät zu einer Einblasdämmung für die Außenwand.

„Ein Pfund“ nannte Gemeindedirektor Jörn Wedemeier die gegenwärtig kalkulierten Kosten von 510 000 Euro. Er hält weitere Beratungen für sinnvoll. Jedoch sitze der Gemeinde zumindest bei den Duschen für den TSV Hagenburg „die Trinkwasserverordnung im Nacken“. Wedemeier sagte zu, gemeinsam mit dem TSV Hagenburg beim Kreissportbund anzufragen.

Der Ausschussvorsitzende Dieter Eidtmann (CDU) schlug vor, aufgrund möglicher räumlicher Schwierigkeiten des Hortes die ehemaligen Feuerwehrräume so zu belassen und den Jugendraum im kleineren Teil des Saales anzusiedeln. Der größere Teil könnte für Feiern genutzt werden.

Der obere Raum soll zwar weiterhin für Feiern dienen, ein behindertengerechter Zugang mit einem Fahrstuhl ist aber offenbar nicht geplant. Das würde, wie das Beispiel im Nachbarort Sachsenhagen zeigt, noch einmal mindestens 120 000 Euro kosten.

Wohl auch vor diesem Hintergrund plädierte der SPD-Fraktionsvorsitzende Friedhelm Vogt dafür, den Neubau ebenerdiger Veranstaltungsräume parallel zu diskutieren. Die Kommunalpolitiker wollen sich mit ihrer Entscheidung noch etwas Zeit lassen, das erste Konzept in den Fraktionen diskutieren und sich in einigen Wochen zu einer weiteren Bauausschusssitzung treffen.




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