weather-image
Bauhofleiter vermutet: Schäden an münderschen Fahrbahnbelägen wenigstens so schlimm wie im vergangenen Jahr

Wechsel von Tau- und Frostwetter macht Straßen zu schaffen

Bad Münder (st). Hat der Winter in der vergangenen Saison (2009/10) bereits einen Großteil seiner Zerstörungskraft an den münderschen Straßen ausgelassen, so scheint er jetzt noch einmal eine Schippe draufgelegt zu haben. Sowohl Bauhofleiter Hans-Jürgen Lamp als auch der Fachdienstleiter für den Bereich Tiefbau, Carsten Reiss, befürchten Schlimmes. Im vergangenen Jahr mussten über den Nachtragshaushalt über 30 000 Euro zusätzlich bereitgestellt werden, um nur die gröbsten Schäden zu beheben.

Das Loch ist schon groß, einfließendes Tauwasser und anschließend erneuter Nachtfrost könnten den Krater noch erheblich ausweite

„Eine Zahl für dieses Jahr kann ich noch nicht nennen“, sagt Reiss, dafür müsste er sich zunächst einen Überblick verschaffen. Das sei aber erst in den kommenden Tagen oder Wochen möglich, wenn der schmelzende Schnee die Fahrbahndecken wieder vollkommen freigebe. „Tendenziell würde ich aber sagen: Der vergangene Winter war hart, dieser wird wenigstens genauso starke Schäden angerichtet haben.“ Bauhofleiter Lamp stimmt Reiss zu: „Davon ist auszugehen. Der Wechsel zwischen Tauwetter und Frost reißt die Straßen richtig auf.“ Bevor eine Bilanz gezogen werden könne, müssten er und seine Mitarbeiter noch abwarten, wie sich der Winter weiterentwickelt – schließlich sei gerade erst Anfang Januar, erklärt Lamp. Zurzeit stecke sein Team ohnehin noch bis zum Hals im Winterdienst. In der kommenden Woche allerdings könne das schon wieder anders aussehen – wenn das angesagte Tauwetter kommt. „Dann wird es unsere Aufgabe sein, Straßenläufe freizulegen und die Schäden aufzunehmen“, sagt der Bauhofleiter. Die ersten Löcher könnten dann bereits mit dem vorhandenen Kalteinbau geflickt werden.

Wie in 2010 dürfte es auch nach diesem Winter notwendig sein, größere Löcher im Heißeinbauverfahren zu stopfen. Ob allerdings wie im vergangenen Jahr mehr Geld aufgewendet werden kann, als im aktuellen Haushalt veranschlagt, sei noch völlig offen, so Reiss. „Das wäre natürlich schön, und wir vom Fachbereich Tiefbau wünschen uns das natürlich, aber das Geld ist einfach sehr knapp.“ Zunächst einmal müsse der Bedarf durch eine komplette Aufstellung der entstandenen Schäden nachgewiesen werden. „Aber selbst der Bedarf reicht heute nicht mehr aus, um Geld zu erhalten“, sagt Reiss.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt