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SCR-Vorstands-Mitglieder entrüstet über die Art und Weise

Wechsel von Ralf Fehrmann nach Halvestorf mit fadem Beigeschmack

Bezirksliga (jö). Der SC Rinteln ist mit seinem Abstiegskampf vollends ausgelastet, doch in der Woche wurde das Thema Ralf Fehrmann noch einmal heftig diskutiert.

Unter Trainer Rolf Bartram scheint Hüseyin Sevdigim (l.) zu alte

Wie sich durch seine Arbeitsaufnahme bei der SSG Halvestorf/Herkendorf jetzt herausstellte, waren die Gerüchte, dass Fehrmann bereits vor seinem Rücktritt längst mit den Hamelnern verhandelt hatte und offensichtlich auch einig war, absolut zutreffend. Seine Zukunft hatte er beim finanzkräftigen Meisterschaftskandidaten abgesichert. "Die ganze Angelegenheit erscheint damit in einem anderen Licht", sagt Rintelns sportlicher Leiter Heiko Ruhe. Äußerst sauer reagierte der 2. Vorsitzende des SCR, Klaus Peters: "Ich fühle mich von Herrn Fehrmann regelrecht verarscht und hintergangen. Das ist kein Stil. Ein offenes und ehrliches Gespräch hätte beiden Seiten geholfen. Aber das scheint auch eineCharaktersache zu sein." Langjährige Beobachter des Fußballs erinnern daran, dass zurückliegende Vereinswechsel von Ralf Fehrmann ein ähnliches Muster aufwiesen: Er verließ den damaligen Verbandsligisten TuS Hessisch Oldendorf quasi über Nacht und trat in einer Aufsehen erregenden Aktion überraschend zum VfL Bückeburg über. Vor gut einem Jahr provozierte Ralf Fehrmann während der Saison sein Arbeitsende beim FC Stadthagen und wechselte zum SC Rinteln. Auch in Stadthagen war vorher viel von einem Neuaufbau die Rede. Auch diese Mannschaft ließ er in akuter Abstiegsgefahr zurück. Für den SC Rinteln geht der Existenzkampf am Sonntag im Derby beim SV Obernkirchen weiter. Ralf Fehrmanns Nachfolger Rolf Bartram landete am Dienstag mit dem 2:1 in Springe seinen ersten Sieg. "Die Mannschaft hat sich kämpferisch und auch spielerisch deutlich gesteigert", freute sich der neue Trainer. Doch Rolf Bartram sah auch Schwächen: "Als Springe uns einschnürte, fehlte uns bei zwei, drei guten Kontermöglichkeiten die Konzentration. Wir waren nicht mehr in der Lage, die Angriffe ordentlich vorzutragen." Für das Spiel beim SV Obernkirchen gibt Rolf Bartram eine kompromisslose Zielsetzung aus: "Wir sind der Favorit, wir brauchen die drei Punkte und wir wollen gewinnen." Vom SV Obernkirchen ist allerdings Gegenwehr zu erwarten, und dass der Tabellenletzte beim Hinspielsieg sein bisher einziges Erfolgserlebnis hatte, macht die Sache nicht einfacher. "Vielleicht liegt uns Rinteln", hat sich SVO-Trainer Lars Deppeüberlegt: "Wir wollen auf jeden Fall auch am Sonntag gut aussehen." Am Dienstag war seine Mannschaft allerdings deutlichüberfordert. Der vom Abstieg bedrohte TSV Klein Berkel holte sich mit seinem 3:0-Sieg wichtige Punkte aus Obernkirchen ab. Nach dem Rückstand gingen bei den Spielern des SV Obernkirchen reflexartig die Köpfe nach unten. "Unsere Niederlage ging diesmal auch in dieser Höhe in Ordnung", konstatierte Lars Deppe nüchtern. Zwei Tage vorher machte Obernkirchen in Barsinghausen ein sehr gutes Spiel und wurde dort unter Wert geschlagen. Lars Deppe musste die Reihen gegen Klein Berkel mit Spielern aus der Reserve und der Jugend auffüllen. Neben den verletzten Ludwig Castaldo und Anthony Watts wird gegen Rinteln Martin Appel (Bundeswehr) und vielleicht auch der angeschlagene Juri Pineker fehlen. Beim SC Rinteln ist der am Dienstag fehlende Innenverteidiger Martin Kurka wieder dabei. Auch Björn Eisermann steht wieder zur Verfügung. Hinter dem Einsatz von Kamuran Özkan steht ein Fragezeichen.



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