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Wassertreten-Selbstversuch im Kurpark und in Klein Süntel

BAD MÜNDER/KLEIN SÜNTEL. Die Sonne brennt, Wolken sind weit und breit und nicht zu sehen, geschweige denn Regenwolken für einen Schauer, der sicher dem ein oder anderen in den vergangenen Wochen willkommen wäre. Während einige sich über die Wärme freuen, suchen auch viele nach Abkühlung.

Das Wassertretbecken im Kurpark ist künstlich angelegt. Kneipp-Fan Petra Albes testet es ebenso wie die Anlage in Klein Süntel. Fotos: Lindermann
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Doch was tun, wenn im Freibad und im Eiscafé schon alle Plätze belegt sind? Eine weitverbreitete Möglichkeit bietet das Wassertreten. Bei dieser Kneipp-Anwendung gilt es, im Storchengang durch ein Becken mit kühlem bis kaltem Wasser zu gehen. Das hat viele gesundheitliche Vorteile – aber dient es an heißen Tagen auch zur Abkühlung? Mit Kneipp-Fan Petra Albes habe ich den Selbsttest gewagt.


Die Lage: Wir beginnen unseren Test im Kurpark in Bad Münder. Das Wassertretbecken ist leicht zu finden: Direkt neben dem Gradierwerk ist es eingelassen. Auch für Spaziergänger, die durch den Park schlendern, ist die Anlage leicht ersichtlich. Um das Wassertretbecken in Klein Süntel zu finden, muss man schon etwas mehr suchen. Nach rund fünf Gehminuten im Süntel werden wir aber fündig: Am Wegesrand wird ein Stück des Bachs als Becken genutzt. Mehrere Schilder entlang des Weges erleichtern uns die Suche.


Die Beschreibung: Das Becken im Kurpark ist künstlich angelegt. Es liegt am Rande des Kurparks, gleich neben einem Blumenbeet, mit dem Gradierwerk im Hintergrund. Zum Ausruhen gibt es zwei Bänke. Das Becken ist mehrere Meter lang und abgesehen von ein paar Blättern im Wasser in einem guten Zustand. Angelegt wurde es übrigens um den Jahrtausendwechsel herum vom Kur- und Verkehrsverein.

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In Klein Süntel zeichnet der Verein für Heimatpflege, Verkehrs- und Verschönerungsverein Klein Süntel/Flegessen verantwortlich, der hier 1989 eine Wassermess- zu einer Wassertretstelle umbaute. Mitten im Wald, zwischen Bäumen, dem Bachlauf und Steinen – „das ist ja idyllisch“, fällt Testerin Albes sofort auf. Auch hier gibt es Bänke zum Innehalten. Gleich springt ins Auge: Die Wassertretstelle ist länger als im Kurpark. Anders als in der Kernstadt ist die Anlage direkt in ein Fließgewässer hineingebaut: den Steinbach. Ob das wohl kälter wird?, frage ich mich.


Unser Test:
Los geht‘s im Kurpark. Das Wasser ist angenehm kühl, aber nicht zu kalt. Petra Albes macht den „Storchengang“ vor: mit großen Schritten jeweils ein Bein ins Wasser setzen und das andere herausziehen. Gemütlich kann man hier mehrmals herumlaufen – ein Griff hilft bei der Balance auf jeweils einem Bein. In Klein Süntel angekommen, stelle ich fest: Ich hatte recht – das Wasser ist durch das Fließgewässer viel kälter als im Kurpark. Mehr als eine Runde um die Stange schaffe ich als Neuling nicht – Albes mit Übung natürlich mehr. „Die zweite Runde ist schon nicht mehr so schlimm“, sagt sie.


Unser Fazit: Es wirkt. Ob nun kalt oder eiskalt – das Wasser bewirkt, dass uns die Hitze quasi aus dem Körper „gesogen“ wird. Die Anlagen haben beide ihre Vorteile: Landschaftlich sind sie beide sehr hübsch gelegen und gut gepflegt. Den weiteren Weg hat man zum Becken in Klein Süntel: Wir hatten unser Auto am Waldrand geparkt und mussten noch mehrere Minuten gehen. „Dafür haben wir die schöne Waldluft noch obendrauf“, so Albes. Für eine schnelle Abkühlung ist die Kernstadt hingegen ideal – wir parkten am Kurpark und brauchten nur wenige Schritte zum Becken. Wer sich hingegen richtig eiskalt erfrischen will, der ist in Klein Süntel gut aufgehoben, muss dafür aber auch den längeren Fußweg in Kauf nehmen. Ob Wald oder Park, Fluss oder Becken – diese Entscheidung ist jedem selbst überlassen. Ich bin nun jedenfalls Wassertret-Fan – und werde die Anwendung in diesem Sommer mit Sicherheit noch oft wiederholen.



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