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Die Therapie von Meniskus-, Kreuzband- und Knorpelschäden / Veranstaltung für Patienten am Mittwoch, 13. Februar

Was tun bei einem Kreuzbandriss? Klinikum informiert

Minden. Nach demüberaus großen Patientenzuspruch am ersten Patienteninformationsnachmittag der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie mit weit über 100 interessierten Patienten folgt die Fortsetzung mit einem etwas anderen Schwerpunkt. Am Mittwoch, 13. Februar, ab 16 Uhr, stehen diesmal in der Personalcafeteria des Klinikums I (8. Stock, bitte unbedingt der Ausschilderung folgen), Friedrichstraße 17 die Erkrankungen und Verletzungen der Menisken und Kreuzbänder im Vordergrund. Aber auch zu den Themen Knorpeltransplantation und Kunstgelenk (Schwerpunkt des ersten Info-Nachmittages) wird erneut Stellung bezogen.

Dem Patienten wird im Rahmen einer Kniespiegelung eine kleine Me

Ein Kniebinnenschaden mindert die Lebensqualität erheblich - Schmerzen, Instabilität und eingeschränkte Beweglichkeit machen den Patienten zu schaffen. Schonende operative Möglichkeiten stehen gerade im Bereich der Schlüssellochchirurgie zur Verfügung. Im Rahmen einer Kniespiegelung (Arthoskopie) können Meniskusschäden und -verletzungen versorgt, Kreuzbänder mit körpereigenen Sehnen ersetzt oder Knorpelschäden mit verschiedenen Techniken behandelt werden. Die modernste Therapieform, die auch in der Mindener Klinik etabliert ist, ist die so genannte Autologe Chondrozyten Transplantation. Diese Technik kommt dem Ziel einer Wiederherstellung des beschädigten Knorpels sehr nahe: Dem Patienten wird im Rahmen einer Kniespiegelung eine kleine Menge intakte Knorpelmasse entnommen. In einem Speziallabor werden die für Entwicklung und Qualität des Knorpels entscheidenden Zellen, die so genannten Chondrozyten, isoliert und vermehrt. Nach zwei Wochenwerden diese Zellen an den behandelnden Arzt zurück gesandt, der sie in einem weiteren operativen Eingriff in das Knie des Patienten implantiert. Immer mehr steigen auch die Meniskus- und Kreuzbandverletzungen gerade durch geändertes Freizeit- und Sportverhalten. Die Naht und damit Wiederherstellung des Meniskus über zwei kleine Zugänge von ca. 1 cm Länge ist durch die Entwicklung entsprechender Verankerungsmöglichkeiten etabliert. Ist die Naht, insbesondere bei Verschleiß des Meniskus nicht mehr möglich, so verbleibt die sparsame Resektion (Teilentfernung) des Meniskus. Auch der Meniskusersatz ist bereits in der klinischen Erprobung. Nach einem Riss des vorderen Kreuzband ist eine operative Therapie gut abzuwägen, verbleibt jedoch eine Instabilität ist ein Kreuzbandersatz mit körpereigenen Sehnen häufig Therapie der Wahl. Ob nun das Kreuzband mit einem Teil der Kniescheibensehne (Patellarsehne) oder der Semitendinosus-Sehne (Sehne eines Oberschenkelmuskels) zu ersetzen ist, hängt von verschiedenenBedingungen und Anforderungen ab. Beide Verfahren werden in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie angeboten. Im Rahmen des Infonachmittags wird das Team des Kniezentrums unter der Leitung der Oberärzte Dr. Enno Fecht und Dr. Karl-Heinz Thielke, sowie Dr. Christian Jäger, die Eignung der verschiedenen Therapiemöglichkeiten für unterschiedliche Patienten ebenso vorstellen wie die Vor- und Nachteile der Methoden. Auch Zeit für Fragen ist gegeben.

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