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Was „Mutti“ sagt, ist immer richtig

Zu: „Hoch im Süden“, vom 25. November

Dieser Artikel spiegelt wohl doch das Empfinden der Bevölkerung wider. Frau Merkel und Herr Seehofer fühlen sich beide unangreifbar und sie haben immer recht. Beide haben dasselbe Konzept. Sie will eine starke Führungsfigur mit Vertrauen in der Bevölkerung – natürlich meint sie sich selbst!

Programm und Festlegungen sind gar nicht so wichtig, sie meint, das reicht auch so für gute Wahlergebnisse, wie es die letzte Bundestagswahl gezeigt hat. Für anspruchsvolle Wähler ist das ein bisschen dürftig. Denn nur Frau Merkel als Programm, soll das wirklich für die Zukunft reichen angesichts der Aufgaben, die in dieser Legislatur-Periode in Angriff genommen werden müssten? Für Einwände des eigenen CDU-Apparats hat sie nur wenig Verständnis.

Was „Mutti“ sagt, ist immer richtig! Durch dieses Verhalten wird die Kluft zwischen den Bürgern und den Parteipositionen wird immer größer. Doch das ficht Frau Merkel nicht an. Das hat ihr Auftritt auch deutlich bei der Jungen Union gezeigt, als sie auf die Forderungen auf mehr Mitsprache entgegnete: „Die Tatsache, dass ich hier heute bei Ihnen bin und auch einiges erzählt habe, ist auch eine Beteiligung der Mitglieder!“ Genau wie ihre Bemerkung vor einiger Zeit, dass die CDU-FDP-Regierung seit der Wende die beste Regierung war.

Sieht sie das wirklich so und glaubt sie wirklich, was sie da sagt? Wenn es so ist, dann leidet sie an grenzenloser Selbstüberschätzung oder Wahrnehmungsstörungen, oder wie soll man das als Bürger sonst verstehen?

Ingrid Göbel, Hessisch Oldendorf

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