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Protein-Bomben für die Gesundheit

Was im Ei steckt, lässt sich nicht so schnell toppen

Auch wenn bald Ostern ist – Eier sind nicht nur dann ein Thema: Sie stellen ein wichtiges Grundnahrungsmittel dar, liefern wertvolles Eiweiß, das der Körper zum Aufbau von eigenen Proteinen nutzen kann. Dabei sind Dotter und Eiweiß in ihrer Zusammensetzung verschieden. Proteine und Vitamine sind vor allem im Eigelb enthalten. Bis auf Vitamin C sind alle lebensnotwendigen Vitamine, wie A, E, B1, B2, B6 und K enthalten.

Auch wenn bald Ostern ist – Eier sind nicht nur dann ein Thema: Sie stellen ein wichtiges Grundnahrungsmittel dar, liefern wertvolles Eiweiß, das der Körper zum Aufbau von eigenen Proteinen nutzen kann. Dabei sind Dotter und Eiweiß in ihrer Zusammensetzung verschieden. Proteine und Vitamine sind vor allem im Eigelb enthalten. Bis auf Vitamin C sind alle lebensnotwendigen Vitamine, wie A, E, B1, B2, B6 und K enthalten. Das wichtigste Vitamin im Hühnerei ist A (Retinol) und seine Vorstufe, das Pro-Vitamin A (Carotin). Beide sorgen für die Elastizität des Auges, bewirken eine gute Hell-Dunkel-Anpassung der Iris und ein besseres Nachtsehen. Eier enthalten Fett und Spuren von Kohlenhydraten, außerdem alle Mineralstoffe. Der Eisengehalt deckt den durchschnittlichen Tagesbedarf zu 10 Prozent. Und auch das lange zu Unrecht verteufelte Cholesterin in Eiern erfüllt wichtige Aufgaben beim Bau der Zellen und Nervenbahnen. Gründe genug für Frühstücks-, Spiegelei, Rührei und Co. Und überhaupt: Ohne Eier würden viele Speisen nur halb so lecker sein.

Eier gehören zu den Grundnahrungsmitteln auf dem Wochenmarkt. Und da weiß man auch, woher sie kommen. Auf dem Geflü-

gelhof von Ferdinand Ewers im Extertal werden 3200

Hühner in

vier Alters-

klassen ge-

halten: „Al- le in Bo-

denhaltung“, sagt Dorothee Ewers. Die Nahrung für die Tiere wird eigens zubereitet: „Eine Mischung aus Weizen, Soja, Schrot, Sojaöl, Kalk und Mineralfutter“, listet Dorothee Ewers auf. Dass es braune und weiße Eier gibt, hat nichts mit dem Federkleid der Hühner zu tun: „Das hängt nur von der Genetik ab“, weiß Ewers und ist sich sicher: „Geschmacklich gibt es da praktisch keinen Unterschied.“ Aber in der Größe: „Kleinere Eier sind intensiver und kräftiger im Geschmack“, erzählt die Geflügel-Expertin, obwohl die meisten Wochenmarktkunden am liebsten die großen kaufen. Eier gibt’s bei Ewers in verschiedenen Gewichtssortierungen, die über die Waage ermittelt werden: Das größte Ei wiegt 70 Gramm und kostet 20 Cent, das kleinste mit 55 Gramm gibt’s für 11 Cent. „Das sind Junghennen-Eier, die ersten Eier, die unsere Hühner legen“, erklärt Dorothee Ewers, die auch weiß, dass man frisch gelegte Eier nicht sofort verbrauchen sollte: „Sie müssen mindestens drei Tage liegen, dann lassen sie sich besser pellen, und der Geschmack ist ausgereifter.“ Dass im Moment die Nachfrage nach weißen Eiern steigt, obwohl sonst braune von den Kunden bevorzugt werden, hat etwas mit Ostern zu tun: „Sie lassen sich schöner bemalen,“ sagt die Fachfrau, die demnächst auch eingefärbte Ostereier anbieten will. An den Produkten ihrer Hühner schätzt sie am meisten, „dass man sie so vielfältig nutzen kann“. Egal, ob gebacken oder gekocht wird – das Ei krönt oft die Speise und gibt ihr das gewisse Etwas.

Ob als sättigende Mahlzeit oder als Imbiss – Eierspezialitäten haben eine reiche Tradition. So gehören Soleier in der Berliner Küche zum Standardangebot vieler Kneipen. Und in Schottland gibt’s mit den „Scotch Eggs“, den „Schottischen Eiern“, eine Variante, die in keinem Picknickkorb fehlen darf. Man braucht dafür hart gekochte Eier und feines Hackfleisch oder Wurstbrät. Das Fleisch mit einer geriebenen Zwiebel, Eigelb, Salz, Pfeffer, Petersilie und Muskat vermischen und durchkneten. Anschließend in Portionen teilen und flach drücken, damit man damit je ein hart gekochtes Ei umhüllen kann. Den Kloß in Paniermehl wälzen und mit Öl in einer Pfanne unter Wenden knusprig braten. Dazu schmeckt Kartoffelsalat.

Lecker und genau das Richtige im Frühling ist die leichte Gemüse-Eier-Pfanne mit Kartoffeln, grünen Bohnen, Möhren, Tomaten, Zwiebeln, Schnittlauch und Pfeffer. Kartoffeln kochen, schälen und in Scheiben schneiden. Bohnen bissfest kochen. Kochwasser abgießen, Bohnen beiseite stellen. Möhren schälen und in Würfel schneiden. Tomaten blanchieren, häuten und in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln feinhacken. Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln glasig dünsten. Möhren zu den Zwiebeln geben, kurz mitdünsten, dann die Hitze reduzieren und alles 10 Minuten dünsten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Kartoffelscheiben mit den Bohnen vorsichtig unter das Gemüse mischen. Mulden eindrücken und die Eier aufgeschlagen hineingleiten lassen. Im vorgeheizten Backofen 15 bis 20 Minuten backen. Mit Schnittlauch und grob gemahlenem Pfeffer garnieren.

Es gibt viele gute Gründe für das Frühstücksei. Denn was in Dotter und Eiweiß steckt, ist so schnell nicht zu toppen.

Eier in verschiedenen Gewichtssortierungen bietet Dorothee Ewers vom gleichnamigen Geflügelhof aus Extertal auf dem Wochenmarkt an. Eier sind wahre Protein- und Vitamin-Bomben.

Fotos: Dana

Vom Hamelner Wochen- markt

berichtet

Karin Rohr




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