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Bündnis "Bad Nenndorf ist bunt" stellt sein Herbstprogramm vor

Was geschah im Wincklerbad?

Bad Nenndorf (rwe). Bunt ist nicht nur der Name, bunt ist auch das Programm und das Papier, auf dem das Bündnis gegen Rechtsextremismus sein Herbstprogramm gedruckt hat. Sechs Termine stehen dazu in diesem Jahr noch aus.

Mit einem Mix aus Informations- und Kulturveranstaltungen will das Bündnis "Bad Nenndorf ist bunt" weiter dem Rechtsextremismus begegnen und die politische Debatte am Leben halten. "Wir planen ein kontinuierliches Programm im Herbst und im Frühjahr", sagt Jürgen Uebel, der sich nun mit Rosemarie Börner und anderen Aktiven ans Werk macht, Plakate und Handzettel zu verteilen. Nicht nur rund um den Nazi-Aufmarsch im Sommer wollen sich die Mitglieder mit Themen aus dem Spektrum beschäftigen. "Es gibt einen Informations- und Diskussionsbedarf in Bad Nenndorf", meint Uebel. Den sehe er vor allem, solange noch immer Politiker in Bad Nenndorf glauben, auf die Propaganda der Rechtsextremisten am besten mit "aktivem Ignorieren" zu reagieren. Dabei möchte Uebel vor allem die Geschichtsschreibung über das Wincklerbad nicht mehr den braunen Agitatoren überlassen. In diesem Zusammenhang steht auch der Vortrag am Dienstag, 28. Oktober. Journalist Guido Scholl stellt um 19 Uhr im "Hotel Hannover" die Frage: "Was geschah wirklich im Wincklerbad?"und präsentiert dazu "neue Erkenntnisse zur Geschichte des britischen Verhörzentrums in Bad Nenndorf". Zwei Tage später berichten dann Senioren unter dem Titel "Warum ich keinen Krieg mehr will" über ihre Erfahrungen. Los geht es um 16 Uhr im Haus der Begegnung. Über "Orte der Erinnerung" und das Schicksal der Juden in Bad Nenndorf referiert Karljosef Kreter am Donnerstag, 6. November, um 19 Uhr im Hotel Hannover. Noch keine Uhrzeit ist bekannt für die Gedenkfeier zur Reichspogromnacht. Diese richten die Stadt und die Samtgemeinde am Sonntag, 9. November, am Gedenkstein in der Kurhausstraße aus. Einen Abend mit jüdischer Popmusik gestaltet die jüdische Gemeinde am Donnerstag, 20. November. Um 19 Uhr tritt Sängerin Susan Borofsky gemeinsam mit Courtney LeBauer (Geige) und Yaromyr Bozhenko im Forum des Gymnasiums auf. Das Motto lautet "From Jerusalem to New York". Den Abschluss des Programms bildet eineöffentliche Präsentation. Die Stadtschule Rodenberg stellt am Mittwoch, 26. November, ab 18 Uhr die Ergebnisse ihres Workshops "Menschenrechte" vor. Zu all' seinen Veranstaltungen haben Neonazis oder Mitglieder sowie Anhänger rechtsradikaler Organisationen keinen Zutritt, teilt das Bündnis mit.




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