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Jugendring wünscht sich mobile Bühne, braucht aber dringend fahrenden Neun-Sitzer

"Warum sollen wir das ganz alleine wuppen?"

Obernkirchen (rnk). So sicher wie das Weihnachts- oder Osterfest kommt es einmal im Jahr im Fachausschuss zur Diskussionüber die vom Jugendring gewünschte mobile Bühne. Rund 20000 Euro fehlen dem Jugendring noch zum Kauf, der wohl erst einmal in weite Ferne rückt: Dringend benötigt wird ein Auto. Für den Kauf sollen die Rücklagen, die für die Bühne bestimmt waren, verwendet werden.

Sandgestrahlt und mit neuen Steinen am Sockel: Im Park sprudelt

Gaby Franz erklärte im Ausschuss für Partnerschaften und Kultur den Stand der Dinge: Im letzten Jahr sei der Wagen in einen Unfall verwickelt gewesen, anschließend hätten sich urplötzlich während der Fahrt Fahrer- und Beifahrerairbag unerwünscht in Szene gesetzt. "Wir brauchen dringend ein neues Fahrzeug,"erklärt Franz: einen Neun-Sitzer - "da haben wir im Moment mehr von als von einer Bühne". Alle Verträge über das Auto wurden nach einem enervierenden Briefwechsel zwischen verschiedenen Anwälten aufgelöst, erklärt Franz. Sechs bis acht Jahre, so schätzte Horst Sassenberg (CDU), werde über den Kauf der mobilen Bühne nun schon beraten: "Aber es ging die ganze Zeit auch ohne." Er schlug vor, auf Kreisebene mit dem Kreisjugendring zu versuchen, eine gebrauchte und gut erhaltende Bühne zu kaufen: "Warum sollen wir das ganz alleine wuppen?" Beate Krantz (CDU schlug eine Aufstellung vor, aus der hervorgehen sollte, welcher Verein wie oft eine Bühne überhaupt benötigen würde, Franz rechnete hoch: Zwei bis vier Veranstaltungen im Monat seien es wohl. Adolf Bartels (SPD) sah einen Kauf auch als Chance: "Hat man eine Bühne, kommen die Anfragen." Verwaltungschef Oliver Schäfer (SPD) wunderte sich dagegen über eine galoppierende Inflation. Früher habe man beim Kauf einer mobilen Bühne über 30 000 Mark oder 15 000 Euro gesprochen, heute seien es 35 000 Euro. Franz: Das seien die marktgängigen Preise. Auch für Sassenberg standen "solche Summen nie zur Diskussion", angesichts der Haushaltslage war für ihn nicht absehbar, dass die Stadt Mittel in dieser Höhe bereit stellen werde. Er verwies auf die mobilen Bühnen der Sparkasse: Vielleicht könne man dort ausleihen. Finanziert werden soll der Neun-Sitzerüber außen angebrachte Werbung. Zunächst für ein halbes Jahr könnten die Flächen vermietet werden, erklärte Franz. Sassenberg war skeptisch: Das rechne sich doch nicht, wenn man nach einem halben Jahr neue Werbeembleme herstellen müsse, Sah Bernhard Gläser (SPD) ähnlich: Es gebe heute einfach zu viele werbende Autos: "Sie müssen 100 Firmen ansprechen, bevor zehn investieren", verwies er auf ähnliche Erfahrungen bei Feuerwehrfahrzeugen. Eine Entscheidung fiel nicht, das Thema wird demnächst im Ausschuss wieder zur Sprache kommen. Der Rest der Sitzung erwies sich als Steilvorlage für den Verwaltungschef: Der Tag der Architektur auf dem Kirchplatz, der Brockmannsche Garten mit seinem Brunnen und der Solaranlage, die Einweihung des zentralen Jupp-Franke-Platzes - Schäfer konnte überall ein positives Veranstaltungsfazit der letzten Wochen ziehen und hatte noch eine gute Nachricht in petto: Die Familie Franke möchte noch eine Info-Tafel oder einen Stein aufstellen, auf der oder dem die wichtigsten Daten des Künstlers aufgeführt sind. Irmhild Knoche (Grüne/WIR) empfahl, dass die Stadt sich an den Kosten beteiligen solle.

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