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Warten auf die Wanderer

Bad Münder. In der Regel beginnt die Krötenwanderung Anfang März, aber dieses Jahr war es einfach noch zu kalt. Ein paar Grad über Null brauchen die Erdkröten schon, bevor sie sich auf den Weg machen. Aber nun soll es losgehen, deswegen haben Naturschutzbund und Waldjugend am Sonnabend die Krötenzäune aufgebaut – das Einsammeln kann beginnen.

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Ob die Tiere den langen Winter gut überstanden haben, kann Gerd-Dieter Walter vom Nabu noch nicht sagen: „Das werden wir sehen, aber eigentlich dürfte es keine Probleme gegeben haben.“ In der Vergangenheit waren es jeweils rund 3000 Erdkröten und Molche, die die Straße am Süntel überquerten. Allerdings ist die Population seit Jahren rückläufig – über die Gründe können auch die Naturschützer nur spekulieren. „Es gibt Studien, die einen Zusammenhang mit dem Durchforsten der Wälder und Insektenbekämpfungsmitteln nahelegen. Aber eindeutig ist das nicht“, sagt Walter.

In den nächsten Tagen heißt es für die Naturschützer also: Sammeln. Jeden Abend werden die Tiere am neu errichteten Zaun zusammengesucht, über die Straße getragen und an dem Teich auf Höhe des Hundesportplatzes ausgesetzt. Das Wetter soll feucht und die Temperatur auf über fünf Grad klettern – ideale Bedingungen. Bleibt die Witterung wie erhofft, könnte die Wanderung schon nach zwei Wochen abgeschlossen sein, hofft Organisatorin Anne Zuzmann vom Nabu. Es könnte aber auch bis zu zwei Monate dauern. Dann müssen die insgesamt 16 Helfer von Nabu und Waldjugend noch an mehreren Abenden raus. Alles hängt davon ab, wie eilig es die Vierbeiner haben…



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