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Warnstreiks auch bei Haworth und Wilkhahn möglich

Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen der Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie hat keine Annäherung gebracht. Jetzt drohen Warnstreiks - auch in Bad Münder. Die IG Metall kritisiert das ihrer Meinung "völlig unzureichende Angebot" der Arbeitgeber für die rund 20 000 Beschäftigten in Niedersachsen. Zu ihnen zählen auch die Mitarbeiter der Büromöbelhersteller Wilkhahn und Haworth. Demnach solle es für die Monate Januar bis einschließlich April 2016 keine Gehaltserhöhung geben. Das Angebot sehe ab Mai eine Erhöhung für zwölf Monate von 1,2 Prozent vor. Für ein weiteres Jahr sollten das Gehalt dann ab Mai 2017 um 1,4 Prozent steigen. Zusätzlich fordern die Arbeitgeber die Einführung einer Billiglohngruppe. Der von der IG Metall geforderte Altersteilzeittarifvertrag werde von den Arbeitgebern strikt abgelehnt. Wilfried Hartmann, Verhandlungsführer der IG Metall, kritisierte das Verhalten der Arbeitgeber scharf: "Dieses mickrige Angebot werden wir auf keinen Fall akzeptieren. Im Kontext der guten wirtschaftlichen Entwicklung der Branche ist das Angebot eine Unverschämtheit und provoziert die Beschäftigten. Jetzt schalten wir in den Warnstreikmodus um." Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld für zwölf Monate und tarifliche Regelungen zur Altersteilzeit. Der Entgelttarifvertrag ist Ende vergangenen Jahres ausgelaufen, die Friedenspflicht endet heute. "Ab dann wird es Warnstreiks in Niedersachsen geben", kündigt Hartmann an. Über die genauen Warnstreikplanungen soll ab Montag informiert werden. Die dritte Tarifverhandlung wird am 25. Februar in Hannover stattfinden.



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