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AfD: Tischler feiert in Hannover

Warmlaufen für die Stichwahl

Springe. Nach dem knappen Ergebnis bei der Wahl zum Regionspräsidenten begann bei SPD und CDU bereits gestern Abend die Vorbereitung auf die Stichwahl. Weil weder Amtsinhaber Hauke Jagau (SDP) noch Herausforderer Axel Brockmann gestern die absolute Mehrheit im Wettstreit um das Amt des Regionspräsidenten errangen, verlängert sich für beide der Wahlkampf bis zum 15. Juni.

Hauke Jagau

Springe. Nach dem knappen Ergebnis bei der Wahl zum Regionspräsidenten begann bei SPD und CDU bereits gestern Abend die Vorbereitung auf die Stichwahl. Weil weder Amtsinhaber Hauke Jagau (SDP) noch Herausforderer Axel Brockmann gestern die absolute Mehrheit im Wettstreit um das Amt des Regionspräsidenten errangen, verlängert sich für beide der Wahlkampf bis zum 15. Juni.

Jagau lag nach Auszählung aller Stimmen knapp 9 Prozentpunkte vor Brockmann. Mit 47,3 Prozent steht der SPD-Kandidat etwas besser da als bei seiner ersten Wahl vor acht Jahren. Brockmann lag bei 38,7 Prozent und damit um 1,8 Prozentpunkte besser als Max Matthiesen, der es 2006 für die CDU versucht hatte. In Springe kam Brockmann näher dran an Jagau: Mit 40 Prozent liegt er 5,3 Punkte zurück.

Rein rechnerisch waren die Aussichten für Regionspräsident Hauke Jagau, es im ersten Durchgang zu schaffen, gestern besser als bei seinem ersten Wahlsieg vor acht Jahren. Im Gegensatz zu damals hatten die Grünen, Partner der SPD im Mehrheitsbündnis der Regionsversammlung, diesmal keinen eigenen Kandidaten aufgestellt und stattdessen eine Wahlempfehlung für den Sozialdemokraten ausgesprochen. Gereicht hat es trotzdem nicht.

Die große Unbekannte bei der Stichwahl, die wegen der Pfingstfeiertage erst in drei Wochen ist, dürfte in der Wahlbeteiligung liegen. Vor acht Jahren sank sie gegenüber dem ersten Durchgang von 50 auf 27,7 Prozent ab – eine historisch schlechte Quote. Jagau gewann damals mit 58,5 Prozent. Er geht jetzt als Favorit ins Rennen – erstens wegen des Amtsbonusses, zweitens wegen des Vorsprungs und drittens, weil möglicherweise auch Linken-Wähler eher geneigt sein könnten, ihm die Stimme zu geben. Ähnliche Segnungen hat Brockmann aus dem FDP-Lager nicht zu erwarten.

In Feierlaune war gestern Abend Anke Tischler. Die Völksenerin war für die AfD angetreten und holte regionsweit 4,6 Prozent – in Springe kam sie gar auf 6,4. Gefeiert wurde das in der Kneipe Ständige Vertretung in Hannover. Tischler denke schon an das Kommunalwahlprogramm, sagt sie: „Wir haben noch keines, da werde ich sicher mitmischen.“




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