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Warme Botten für kalte Winter

Bückeburg (who). Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung, besagt eine Volksweisheit. Das mächtige Paar Schuhe mit Wollfutter, das in einem Winkel des „Museum Bückeburg für Stadtgeschichte und Schaumburg-Lippische Landesgeschichte“ steht, spricht für diese These. Es stammt aus Zeiten, in denen es weder Zentralheizung noch Thermo-Unterwäsche oder atmungsaktive und klimatisierende synthetische Materialien aus der Weltraumforschung für Textilien oder Schuhe gegeben hat. Mit einfachen aber wirkungsvollen Mitteln haben sich unsere Altvorderen im Winter vor eisiger Kälte zu schützen gewusst. Ob Leder oder Mantelstoff, alles musste nur um einiges stärker dimensioniert werden, dann ging’s. Dass ihre Beweglichkeit in der Regel dabei etwas eingeschränkt wurde, nahmen sie gerne in Kauf. Hauptsache warm, lautete die Devise.

Darüber, ob unser Paar Botten einst ein spezielles Einsatzgebiet gehabt hat, müssen wir erneut spekulieren und zählen wieder auf die Hilfe unserer Fundstück-Leser. Wer kann genaueres sagen? Unsere Vermutung ist, die gewaltigen Schuh-Ungetüme könnten von Fuhrleuten auf dem zugigen Bock von Pferdefuhrwerken getragen worden sein oder von Fabrikarbeitern. Die XXL-Schuhe scheinen darüber hinaus aber so etwas wie eine Nobelausführung gewesen zu sein. Denn überliefert ist zum Beispiel, dass die arbeitende Bevölkerung anno dazumal nicht selten steife Holzschuhe getragen hat, die mit Stroh ausgestopft wurden. Aber auch das hat gewärmt, ist ebenfalls überliefert.




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