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Finanzminister Hartmut Möllring relativiert beim CDU-Stadtverband Vorwürfe / Anhaltender Beifall für Bewerber

Wahlkampfhilfe für Siegmund – auch mit dem Thema Wulff

Eimbeckhausen (jhr). Er will Verwaltungschef im münderschen Rathaus werden, und dafür holt sich Bürgermeisterkandidat Hans-Ulrich Siegmund (CDU) für den Wahlkampf Verstärkung aus der Niedersächsischen Landesregierung. Gestern Abend begrüßte Siegmund gemeinsam mit zahlreichen Parteifreunden und Gästen Finanzminister Hartmut Möllring als Wahlkampfhelfer im Junkerhof in Eimbeckhausen.

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Zur „Haushalts- und Finanzpolitik“ sollte Möllring sprechen – zentralen Raum seiner Ausführungen nahm allerdings das ein, was er zum Thema Christian Wulff zu sagen hatte. Der Finanzminister streifte – länger – den Bereich Bildungspolitik in Niedersachsen („Wir haben die höchste Lehrerzahl, die Niedersachsen je gehabt hat“; „Jeder dritte Euro fließt in die Bildung“), ging – kurz – auf den Doppelhaushalt 2012/2013 ein, streifte die Infrastruktur und die Euro-Krise und war dann beim ehemaligen Ministerpräsidenten. „Einer muss sie ja zusammensammeln, die ganze Geschichte“, erklärte er seine Rolle. Dann entkräftete er einzelne Vorwürfe wie Urlaubsbesuche und den Nord-Süd-Dialog, dabei auch die Bezahlung des studentischen Hilfspersonals im Service („Das haben wir inzwischen gemacht, das ist idiotischerweise damals nicht geschehen“). „Es ist unbestritten, dass er in dem einen oder anderen Punkt etwas geschickter hätte agieren können“, so Möllring über Wulff – sein Fazit: „Wir werden das noch eine Zeit lang durchstehen müssen, aber ich bin überzeugt, dass die Leute wieder vernünftig werden.“ Siegmund wünschte er viel Erfolg für die Wahl: „Wenn die Gemeinde gut geführt wird, ist das auch für das Land gut.“ Grüße des Ministerpräsidenten hatte der Finanzminister ebenfalls im Gepäck.

Der Kandidat erläuterte anschließend die Punkte, die er als Bürgermeister angehen will. Neben der Sanierung der städtischen Finanzen stehen die Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze ebenso in seinem Programm wie die „familienfreundliche Stadt“ und die Weiterentwicklung des Klinik- und Bildungsstandortes. Seine Parteifreunde reagierten mit anhaltendem Beifall – ebenso wie CDU-Kreischef und Landtagsabgeordneter Otto Deppmeyer, der Siegmund unterstützt und die Parteimitglieder eindringlich aufforderte, die Kräfte für den Bürgermeister-Wahlkampf zu mobilisieren: „Es geht nicht um irgendwas – es geht um den Bürgermeister, der in den kommenden acht Jahren eine herausragende und wichtige Rolle hat.“

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