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Wahl in Hamelspringe: Demokratie leben

Ortsräte sind, daran sei an dieser Stelle erst einmal erinnert, auch in einer chronisch klammen Kommune wie Bad Münder keine Pflichtaufgabe. Wer sie sich trotzdem leisten will, der tut das in der Regel, weil er insbesondere den Menschen in den kleineren Stadtteilen eine Stimme geben möchte.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Ortsräte dürfen vieles nicht – aber doch mehr, als man meint: Sie bestimmen über ausgewählte öffentliche Einrichtungen in ihrem Gebiet; sie entscheiden eigenständig über Straßennamen oder über die Reihenfolge von Fahrbahnsanierungen in ihren Orten. Sie repräsentieren ihre Heimat, gratulieren Jubilaren, pflegen das Ortsbild, geben (Steuer-)Geld für Vereine und Projekte aus. Und sie leiten die Wünsche und Probleme der kleinen Orte an die Stadt und an den großen Rat weiter.

Unter diesem Aspekt ist es schön, dass Hamelspringe wieder einen Ortsrat hat – und sich acht ehrenamtliche Kandidaten gefunden haben. Dass die alle der CDU angehören? Da kann ja die CDU nichts für.

Aber: Der Umstand, dass am Sonntag auf dem Wahlzettel nur eine Partei stand und es so für die 735 Wahlberechtigten keine Alternative gab (außer zuhause zu bleiben, was leider viele taten), ist nicht gerade Werbung für diese Demokratie vor Ort. Denn es kann sie nur geben, wenn es auch Menschen gibt, die sie leben. Indem sie kandidieren.



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