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Ehemaliger Vorsteher zweifelt die Rechtmäßigkeit seiner Abwahl an: „Das war ein Putsch“

Wahl beim Wasserverband beschäftigt Gericht

Bakede (gho/jhr). Eine der letzten selbstverwalteten Organisationsformen, wenn es um kommunale Daseinsvorsorge geht: die heimischen Wasserverbände, zuständig für die Beschaffung von Trink-, Brauch- und teilweise auch Feuerlöschwasser. Doch nicht überall verläuft die Selbstverwaltung spannungsfrei, wie jetzt in Bakede deutlich wurde: Der abgewählte Verbandsvorsteher klagt vor dem Verwaltungsgericht Hannover gegen seine Abwahl.

Michael Stolpe (l.) wird von Verbandsvorsteher Peter Meyer als neues Mitglied im Ausschuss begrüßt. Foto: gho

Bekannt wurde der Rechtsstreit jetzt während der Mitgliederversammlung des Wasserverbandes Hamelspringe-Bakede-Böbber-Egestorf. Peter Meyer, seit April neuer Vorsteher, informierte die Mitglieder darüber, dass der Ausschuss des Verbandes in seiner Sitzung am 16. März den bis dahin amtierenden Vorsteher Rolf Kälberloh abgewählt habe. Die Abwahl sei einstimmig erfolgt und später durch den Landkreis als Aufsichtsbehörde abgesegnet worden. Im Juni hätte Kälberloh eine Klage beim Verwaltungsgericht gegen den Verband angestrengt. Details wollte Meyer aber unter Hinweis auf das „schwebende Verfahren“ nicht nennen.

Rolf Kälberloh bestätigte auf NDZ-Nachfrage seine Klage gegen den Verband. „Das war ein Putsch“, sagt er – will sich zu Details vor der Entscheidung der Richter in Hannover aber auch noch nicht öffentlich äußern. Nur soviel: Es gehe um unterschiedliche Auffassungen in Buchungsfragen, die Kasse des Verbandes sei davon aber nicht betroffen. „Ich will jetzt noch keine schmutzige Wäsche waschen – noch nicht“, sagt Kälberloh. Er zweifelt die Rechtmäßigkeit seiner Abwahl als Vorsteher an.

Während der Mitgliederversammlung gingen die Teilnehmer nach der Information durch den Vorsteher zur Tagesordnung über: Sie stellten sich der durch Meyers Wechsel an die Spitze des Verbandes notwendig gewordenen Nachwahl eines Ausschussmitglieds. Meyer hatte dem Ausschuss 15 Jahre lang angehört, ihm folgt Michael Stolpe aus Bakede nach. Der 41-Jährige setzte sich in geheimer Wahl mit 35 von möglichen 51 Stimmen gegen einen Mitbewerber durch.



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