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Starriders und ihre Musik sind nicht überall willkommen / Suche nach Trainingsplätzen geht weiter

„Wäre toll, wenn sich alle Ortsteile beteiligen“

Bad Münder (lil). Obwohl die Starriders in Bad Münder zuhause sind, müssen sie zum Üben auf Plätze in Holtensen, Lauenau und Hameln ausweichen. Grund: Nicht in jedem Ortsteil sind sie und ihre Musik willkommen. Um die Ruhe der Bakeder Anwohner am Pfingst-Wochenende hatte etwa Ortsbürgermeister Rolf Wittich gefürchtet (wir berichteten). Eingeschaltet hat sich jetzt Ilse Albers aus Hamelspringe. Sie will es nicht hinnehmen, dass das Training des „Drum and Bugle Corps“ der TuSpo auf so wenig Akzeptanz stößt und will dabei helfen, geeignete Plätze zu finden.

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Albers kommt beruflich viel herum und nutzt jetzt ihre Kontakte bei der Suche. „Ich habe etwa mit Frau Hahne für Eimbeckhausen diesbezüglich einen Termin“, berichtet sie.

Die Starriders bemühen sich jedes Jahr aufs Neue, die Trainingsstätten jede Woche zu wechseln und auch neue Trainingsstätten dazu zu gewinnen. „Leider ist dies nicht immer möglich“, weiß Melanie Schiebler, die für die Koordination zuständig ist. „Wir senden jedes Jahr etwa im April eine E-Mail an die Ansprechpartner mit allen Trainingsterminen und bitten darum, zu markieren, wann es dem Verein passt. Dann sortieren wir und verteilen unsere Trainingstage so gut es geht auf die verschiedenen Orte“, erklärt Schiebler das Prozedere. In Bad Münder proben die Starriders auf dem Angersportplatz und am Stadion sowie auf Plätzen in Hamelspringe, Hachmühlen und Beber. „Es wäre toll, wenn sich alle Ortsteile beteiligen“, wünscht sich Schiebler.

TuSpo-Vorsitzender Dieter Reckler ist enttäuscht, dass so mit der international erfolgreichen Gruppe umgegangen wird. „Es ist schon eine Leistung, was da gemacht wird“, lobt er die Jugendarbeit und fügt hinzu: „Es ist keineswegs in Ordnung, dass Leute wie Herr Wittich die Musik abqualifizieren.“ Reckler bedauert, dass die aktuelle Problematik rund um die Trainingsplätze am TuSpo-Vorstand vorbeigeführt wurde, räumt aber gleichzeitig ein, dass der Vorstand sich nicht in die Arbeit der einzelnen Sparten einmischt.

Bereits vor vier Jahren habe es großen Ärger mit Anwohnern des Festplatzes am Vereinsheim gegeben, erinnert sich der Vorsitzende. Ein Anwohner habe die Lautstärke gemessen, so Reckler. „Dann kam ein Schreiben vom Amtsgericht, und seitdem dürfen die Starriders draußen keine Musik mehr machen“, fasst der TuSpo-Chef zusammen. Auch beim Üben auf den Angersportplatz hagelt es regelmäßig Anwohner-Beschwerden. Zum Üben benötigen die rund 35 Aktiven und fünf Ausbilder allerdings Plätze von der Größe eines Fußballfelds. „Der Untergrund kann Rasen, Kunstrasen oder Beton sein“, so Schiebler. „Wichtig ist, dass wir das Feld markieren können, damit die Akteure sehen, wo sie lang laufen müssen.“ Außerdem muss der Platz mit dem Lkw, mit dem die Gruppe ihre Instrumente transportiert, zu erreichen sein. Die Übungszeiten variieren, je nachdem ob gerade ein Wettkampf anliegt oder etwa Ausbilder aus England oden den USA eingeflogen werden. Morgen treten die Münderaner bei einer Meisterschaft in Holland an, dafür üben sie heute in Holtensen.

Starriders-Vorsitzende Kerstin Schulze freut sich, dass sich die Stadt auch angeboten hat, bei der Suche nach Trainingsplätzen weiterzuhelfen. „Wir sind allen sehr dankbar, die uns helfen.“



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