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Bäume beschneiden und Pflasterarbeiten / Angebot in Gärtnerei größer als 2011

Vorteile des milden Winters nutzen

Bad Münder (lil). Das Wetter macht, was es will: Die Temperaturen in der Kurstadt bewegen sich momentan zwischen fünf und acht Grad – von Winter kaum eine Spur. Wie wirkt sich die bisher milde Jahreszeit auf die Pflanzenwelt sowie den Garten- und Landschaftsbau aus?

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Von einem umfangreicheren Angebot als vor einem Jahr zu dieser Zeit berichtet Gärtnermeister Klaus Roske. „Wir können schon jetzt Frühblüher vor dem Laden präsentieren. Primeln, Osterglocken, Krokusse und Schneeglöckchen gibt es schon im Topf.“ Aber auch in der Natur kommen die Zwiebeln durch. „Das ist immer standortbedingt. Von einer Hauswand im Südbereich wird mehr Wärme in die Erde weitergeleitet als an einer Stelle zwei Meter näher zum Rasen hin.“

„Der Winter ist noch nicht vorbei“, so Karl Siemen, Inhaber des Garten- und Landschaftsbaubetriebs Siemen. „Aber Laubgehölze kann man schon pflanzen.“ Er warnt davor, jetzt Stauden zu pflanzen. „Der starke Frost kann noch kommen. Die vertrocknen dann, da der Frost ihnen die Feuchtigkeit entzieht.“ Wer nicht abwarten kann, seinen Garten auf Vordermann zu bringen, könne Bäume zurückschneiden. „Mit dem Rosenschnitt sollte man aber warten“, so Siemen.

„Uns kommen die milden Temperaturen gelegen“, sagt André Schröter, der einen Gartenservice betreibt. „Wobei ich mich auch über Schnee freue. Dann mache ich Winterdienst.“ Derzeit stehen Betonbauarbeiten an. „Das sind vor allem Zaunarbeiten, Pflasterarbeiten und Randsteinarbeiten. Alles, was bei Frost nicht möglich wäre.“ Mit Pflanzarbeiten beginnt Schröter erst im März – und bei frostempfindlichen Pflanzen wartet er die Eisheiligen ab.

Winterarbeit steht auch bei Magnus Ertel und Ludwig Priesett vom Baubetriebsamt der Stadt an: Sie beschneiden die rund 70 Linden an der Friedrich-Ebert-Allee. „Letztes Jahr hatten wir viel Schnee und daher keine Zeit dafür“, so Priesett. Alle fünf bis sieben Jahre verrichten sie diese Arbeiten zwischen Oktober und Anfang Februar – bevor die Bäume zu treiben beginnen. „Das sind Maßnahmen im Zuge der Verkehrssicherheit und Baumpflege“, erklärt Ertel. „Hier besonders wichtig, weil dies ein Schulweg ist.“

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