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Kleingartenverein Riepenbach von UN ausgezeichnet

Vorbildliche biologische Vielfalt

HAMELN. Die Jahre 2011 bis 2020 wurden von den Vereinten Nationen zur „Dekade für biologische Vielfalt“ erklärt. Sinn und Zweck war und ist es, zum weltweiten Engagement für den Schutz der Artenvielfalt aufzurufen. Denn die Zerstörung von natürlichen Lebensräumen hat global ein derart verheerendes Ausmaß angenommen, dass der Mensch selbst zu den akut bedrohten Spezies gehört, weil er seine eigenen Lebensgrundlagen vernichtet.

Vor diesem Hintergrund wurde der Kleingärtnerverein Riepenbach von der Jury der UN-Dekade für sein Konzept der Naturerlebnisstätte (NEST) als „ausgezeichnetes Projekt“ geehrt. Oberbürgermeister Claudio Griese nahm die Ehrung stellvertretend am Samstag, 22. Juni, auf dem Vereinsgelände in Wangelist vor und übergab die Urkunde dem Vorsitzenden Holger Strauß. Griese betonte in seiner Ansprache, dass der Schutz der Artenvielfalt am Riepenbach vorbildlich vorangetrieben werde und dass der Einsatz des Vereins im Kleinen ein echtes Vorbild für übergreifende Ansätze im größeren Maßstab sein sollte. Die naturnahe Umgestaltung weiter Bereiche der Kolonie, das Anlegen von Totholzhecken, die als Lebensraum vieler Nützlinge, u. a. für den Igel dienen, das Aufstellen von Nisthilfen oder der Ansatz, einige Bereiche während der Vegetationszeit einfach komplett sich selbst zu überlassen, sind nur einige Elemente des praktizierten Artenschutzes.

Die Redebeiträge von der stellvertretenden Kreisrätin Ruth Leunig sowie vom Hessisch Oldendorfer Landtagsabgeordneten Dirk Adomat, wiesen darauf hin, dass der Schwung, der momentan offenkundig in die öffentliche Diskussion rund um Themen des Umweltschutzes gekommen sei, nun endlich genutzt werden müsse, um dabei auch effektiv voranzukommen. Dabei könne der Kleingärtnerverein Riepenbach, mit allen, die sich dort engagieren, eindeutig als Leuchtturm-Projekt bezeichnet werden. Und zusammen mit Jürgen Hennies (Leiter Wohnheime im Taubblindenwerk Fischbeck) wurde als neuestes Projekt von NEST ein „Garten der Sinne“ eingeweiht, der zwar noch im Wachsen begriffen ist, aber in ihren Sinneswahrnehmungen beeinträchtigten Menschen schon bald das Erfahren von Pflanzen (durch riechen, tasten, schmecken und fühlen) erleichtern soll. Bei Bratwurst und gekühlten Getränken klang der festliche Tag sehr harmonisch aus.

Oberbürgermeister Claudio Griese und der Vorsitzende der Kleingartenanlage Riepenbach, Holger Strauß, bei der Auszeichnung. FOTO: Kai Mehrländer/PR



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