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Wanderausstellung des Bundesinnenministeriums noch bis heute zu sehen

Vorbild gegen Rechtsextremismus

HAMELN. Wenn es um die Bekämpfung von Rechtsextremismus geht, ist vieles möglich“, sagte es Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière über die Ausstellung VorBILDER.

Autor:

dr. Anja Schmidt

Und er ergänzte: „Auch, dass sich Menschen aus unterschiedlichsten Parteien, Sportarten und Regionen zusammentun und gemeinsam zeigen, dass sie menschenverachtender Gesinnung entgegentreten. Dass sie sich für Respekt, Anerkennung und die Achtung der Würde aller Menschen einsetzen.“ Genau dies Ziel verfolgt die Ausstellung, die noch bis zum 26. Oktober in der Elisabeth-Selbert-Schule Hameln, Münsterkirchhof 6, zu sehen sein wird. 22 Politiker- und Sportlerpaare positionieren sich gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung und treten ein für Fairplay, Demokratie und Menschenwürde. Die Notwendigkeit, sich stets für Demokratie einzusetzen, unterstrich Schulleiterin der Elisabeth-Selbert-Schule, Gisela Grimme, bei der Ausstellungseröffnung. Sie verwies auf die aktuellen Wahlergebnisse und mahnte: „Mit den rechtspopulistischen Wahlerfolgen verlassen die diskriminierenden Einstellungen und Aussagen den privaten Raum und werden öffentlich, man traut sich, dies zu sagen.“ Der Landrat Tjark Bartels machte den Gästen der Ausstellungseröffnung, vor allem den vielen anwesenden Schülerinnen und Schülern, Mut, für ihre Überzeugungen einzutreten. Rassistischen Äußerungen solle man schon im Ansatz ein klares „Nein“ entgegensetzen.

Die Konzeption der VorBILDER-Ausstellung ermöglichte es den Anwesenden bei der Eröffnung, sich mit ihrer Meinung zum Thema fotografieren zu lassen. „Von Kiel bis Friedrichshafen, von Düsseldorf bis Bautzen sind die VorBILDER schon gereist. Aber so viele Interessierte, die mit ihrem Foto Teil der Ausstellung werden wollten, hatten wir noch nie“, freute sich die anwesende Künstlerin Angelika Kohlmeier, die mit ihrem Mann im Auftrag des Bundesinnenministeriums die Ausstellung konzipiert hatte.

Dass Vorbilder nicht nur in Geschichtsbüchern oder im Fernsehen zu finden sind, zeigte die Präsentation des Sportlehrers Christian Senft. Darin verwies er auf viele Leistungsträger des Sports und Wettkampfsieger im Landkreis. Der Schulsprecher der Elisabeth-Selbert-Schule, Umar Schabasov, selbst mit tschetschenischem Migrationshintergrund und Vize-Europameister im Karate, brachte es auf den Punkt: „Im Sport wie auch im sonstigen Leben kann man nur im Team Leistung bringen – egal, wo man herkommt, welche Religion man hat und wie man aussieht. Allein kann man es nicht schaffen.“ Bei Kaffee und von Schülerinnen und Schülern hergestelltem Gebäck gab es, ausgehend von den Statements der Sportler und Politiker, für die vielen Gäste der gelungenen Eröffnungsveranstaltung noch lange Gelegenheit zum Austausch.PR




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