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Verein sucht weitere Unterstützung für den Umsonst-Laden: „Wir freuen uns über jeden Helfer“

Voraussetzung: Spaß am Umgang mit Menschen

Bad Münder (lil). In der Petersilienstraße bilden sich Schlangen von Menschen – egal, ob am Dienstagnachmittag oder Donnerstagvormittag, es regnet oder schneit. „Im Umsonst-Laden ist immer was los“, weiß Ulrike Hoffmann-Bürrig, die mit Gerda Krumstroh als zweite Vorsitzende des Vereins fungiert.

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Seit 2003 gibt es den Umsonst-Laden in der Kurstadt. Das Geschäft ist ein Treffpunkt zum Geben und Nehmen von Gegenständen und Gesprächen – und das völlig kostenlos. Gespendete Dinge, die zum Wegwerfen zu schade sind, wechseln dort ihren Besitzer.

Existieren kann die Einrichtung nur durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und ein großes Team von Ehrenamtlichen. Genau diesen tatkräftigen Freiwilligen mangelt es dem rund 65 Mitglieder starken Verein jedoch so langsam. „Einige Damen sind in den Ruhestand gegangen“, so Hoffmann-Bürrig. „Wir freuen uns über jeden Helfer.“ Und Krumstroh fügt hinzu: „Die einzige Voraussetzung ist der Spaß am Umgang mit Menschen.“ Besonders willkommen sind Männer – bisher besteht das Team ausschließlich aus Frauen. Das Besondere: Wer sich im Laden einbringen will, muss dies nicht jede Woche tun. „Selbst zwei Stunden im Monat, wenn Not am Mann ist, sind wertvolle Zeit für uns“, so die Vorstandsdamen. Geöffnet ist der Laden dienstags in der Zeit von 15 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 12 Uhr und zusätzlich jeden ersten Sonnabend im Monat von 10 bis 12 Uhr.

Zu den Aufgaben der Ehrenamtlichen zählen die Warenannahme, das Sortieren der Waren und das Betreuen der Kunden. „Das freundliche Nein sagen mussten wir erst lernen“, so Krumstroh. „Wir haben hier Regeln, die jeder einhalten muss.“ So besagt etwa die Hausordnung, dass bei jedem Besuch maximal drei Teile mitgenommen werden dürfen.

Ein Erfolg des Umsonst-Ladens ist die Schulaktion. Dafür hat der Verein Spenden gesammelt und Materialien für das neue Schuljahr gekauft. „Wir haben so 30 Familien unterstützt“, erzählt Hoffmann-Bürrig. „Kinderarmut gibt es nicht nur in der Zeitung.“



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