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Jugendblasorchester bietet ansprechendes "Break Out" im Frühlingskonzert

Von Swing und Rumba bis Latin, Marsch und Filmmusik alles dabei

Rinteln (ur). Zwei Stunden lang musikalisch-temperamentvollere Unterhaltung bot das Jugendblasorchester der Stadt Rinteln unter seinem Leiter Martin Borowski frei nach dem Motto "Break out" im wohlgefüllten Brückentorsaal - und in der Tat hatte das schon einiges von Aus- und Aufbruch!

Temperamentvolle Unterhaltung bot das Jugendblasorchester der St

Ging es zunächst mit dem Vorchor noch recht traditionell zur Sache beim "Valley Forge March" des amerikanischen Komponisten John Edmundson aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert mit Anklängen aus dem "Yankee doodle", ging es schon mit dem zweiten Titel über zu einem fetzigen "Rocking Juniors" und anschließend gaben Band-Nachwuchs und die gestandenen JBO-ler noch dem Fabelwesen "Pegasus" die klingenden Sporen. Heftig auch die "Great balls of fire" in der Tradition von Jerry Lee Lewis - aber keine Bange: Die Instrumente wurden nicht mit Füßen und Fäusten bearbeitet! Nach den Titeln "Artemis" und dem turbulenten "Break Out" kam es anschließend zum unbestrittenen Höhepunkt der ersten Programmhälfte: "A travellers dream", eine eigenwillige und vielfarbige Komposition des jungen Rintelner Tonsetzers Martin Herrmann, die in diesem Konzert uraufgeführt wurde: "Wenn man im Zug von Köln nach Rinteln kommt, macht man sich schon so seine Gedanken - und da kommt schon mal so ein Titel dabei heraus." Ein Titel, der erfreulicherweise viel weiter ins Ungewisse führte und gerade deshalb zu eigenen Träumen einlud. In die Pause verabschiedete sich das Orchester mit einem Soundtrack aus der Fantasy-Schmonzette "Chronik von Narnia" und wem dieses gefühlsschwangere Mysterienspiel mit Anleihen aus der Weltkrieg II-Wirklichkeit und dem wabernden Klangteppich schon im Kino als wenig geschmackssicher erschien, hatte sicher auch mit dieser Darbietung seine Probleme - für die allerdings auf keinen Fall das JBO verantwortlich zu machen ist. Mit einer netten Erklärung zu allerhand Bauchgefühlen, die von den Pfeilen des Liebesgottes Amor ausgelöst werden können, ging es mit der "Butterfly Ouvertüre" in die zweite Programmhälfte. Zum koketten Anschmiegen animierende Rumbaklänge waren da ebenso zu hören, wie derb-fröhliche Polka-Anklänge: für jede Art von Bündnis ist Liebe, sind Gefühle eben zu haben. Durch die internationale Welt des Tanzes führte das Medley "Dance away" und bei "Music Nonstop" kamen endlich die Freunde des Bigband-Sounds zu ihrem Recht und konnten mitswingen bei "Goody Goody", "Aint she sweet" "Quando Quando" und anderen Standards. Nach der musikalischen "Trilogy" zum Werk des US-Filmkomponisten John Williams ("Indiana Jones") und einer temperamentvollen "Latin Mood" mit allerhand Zaubertricks der Rhythmus-Sektion, musste Borowski noch "Chitty Chitty Bangbang" aus dem Koffer ziehen, um das heftig applaudierende Publikum zu befriedigen, doch erst als auch das schmeichelnde "Stand by me" nach Ben. E. King verklungen war, fand das Konzert den umjubelten Abschluss. Wohl auch Signal dafür, das sich das JBO und seine Freunde auch künftig daran halten wollen.



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