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Mit dem Jupp-Franke-Platz erinnert die Stadt an den Künstler und einen "anständigen Mann"

"Von jeder Seite ist das ein schöner Anblick"

Obnerkirchen (rnk). Mit dem Glockenschlag Punkt 12 haben gestern Ehefrau Renate und Tochter Lydia den Platz inmitten der Stadt umbenannt: Er heißt nach dem im März 2006 verstorbenen Künstler Josef Franke nun Jupp-Franke-Platz.

Sieben Franke-Enkel auf fünf Schafen: Magdalena, Sarah, Chantal,

Gut 100 Obernkirchener hatten sich zwischen Seniorenheim und der hinteren Anbindung der Friedrich-Ebert-Straße versammelt, um diesem Moment beizuwohnen. Das sei sicherlich auch ein Ausdruck der Wertschätzung, die der Mensch und Künstler Josef Franke, den alle immer nur Jupp nannten, in der Bergsatdt genossen habe, erklärte Bürgermeister Oliver Schäfer, der seinen Vorgänger im Amt die Laudatio halten ließ, schließlich wurden die entscheidenden Weichen zur Benennung des Platzes unter Horst Sassenberg gestellt. Die grundlegende Gestaltung des Platzes, so Sassenberg, sei schon seit Jahren abgeschlossen, jetzt sei auch das Rondell mit seinen drei strahlenförmigen Gehwegen fertig. Es habe dann viele Vorschläge gegeben, wie der Platz im Herzen der Stadt heißen könnte: Marienplatz, weil es nur einen Steinwurf zur Stiftskirche weit sei, Rondello, oder auchPlatz am Sonnengarten - alles begründbare und vertretbare Vorschläge. Der Rat habe in einer Sitzung am 20. Dezember sich dennoch für den Jupp-Franke-Platz entschieden, weil der sechs Jahrzehnte in Obernkirchen lebende und schaffende Künstler viele Jahrzehnte aus dem öffentlichen Leben gar nicht wegzudenken gewesen sei, "und erist heute noch gegenwärtig und wird es auch bleiben", erklärte Sassenberg, der von einer imponierenden Lebensleistung und einem Menschen sprach, den Klaus-Dieter Scheidthauer nicht ohne Grund in seinem Franke-Buch als "spannenden und anständigen Mann" charakterisiert habe. Was bleiben wird, ist das Symposium, das Franke einst mit aus der Taufe hob. Dieses "geglückte Experiment", wie es Historiker Rolf-Bernd de Groot einmal nannte, habe für alle sichtbar Obernkirchen zu einer "kunstfreudigen Stadt" werden lassen. Daher habe der Rat gerne und einstimmig entschieden, diesen außergewöhnlichen Mann durch die Benennung eines Platzes im Herzen der Stadt in Erinnerung zu behalten. Was aber ist ein Jupp-Franke-Platz ohne die Kunst, die der gebürtige Schlesier schuf? Nicht einmal die Hälfte, entschied seine Familie und schenkte der Stadt fünf von Franke entworfene Schafe (wie sie vor der Kammweg-Schule stehen), deren Form noch aufbewahrt wurde. Mitarbeiter der Stadt haben sie zu einer losen Gruppe zusammengestellt, die friedlich auf dem grünen Rasen grast. Nicht nur Sassenberg fand es toll. Egal, von welcher Seite man sich dem Platz und dem Rondell nähere, "ist es immer ein guter Anblick".

Ehefrau Renate weiht mit der Enthüllung den Platz ein.
  • Ehefrau Renate weiht mit der Enthüllung den Platz ein.


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