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Frille, Meinsen und Petzen feiern Weltgebetstag / Kennenlernen mit scharfen Gewürzfacetten

Von globaler und regionaler Bedeutung

Petzen (bus). Dem Weltgebetstag der Frauen kommt in den Kirchengemeinden Frille, Meinsen und Petzen außer der globalen auch eine regionale Bedeutung zu. Auf der einen Seite sei jedes Mal profundes Wissen über die Lebenssituation von Frauen in anderen Ländern in Erfahrung zu bringen, heißt es im aktuellen Organisationskreis, andererseits lernten sich die Gemeindemitglieder untereinander besser kennen. "Das Miteinander gefällt uns gut", bekräftigte Rosemarie Brandt stellvertretend für die etwa 130 in der Petzer Kirche versammelten Frauen.

Im Mittelpunkt des globalen Interesses stand die (englischsprachige) Kooperative Republik Guyana - einer der kleinsten Staaten Südamerikas. Eine Studie kam zu dem Ergebnis, dass jede vierte Frau von ihrem Mann/Partner körperliche Gewalt erfährt. Das Problem, heißt es in einer Veröffentlichung des Deutschen Weltgebetstagskomitees, werde von Polizei und Justiz immer noch nicht ernst genommen. Aus wirtschaftlichen Gründen harrten die Frauen oft in den Gewaltbeziehungen aus. "Es ist unsere Verantwortung, genau hinzusehen, zu klagen und anzuklagen", war während der ersten Lesung des nach guyanaischer Ordnung gefeierten Gottesdienstes zu vernehmen. Als Orientierung diente das alttestamentarische Buch Hiob, das von der etwas diffizilen Konfliktfrage "Ist es möglich, dass gute Menschen leiden?" handelt. Die Gebetstaggesellschaft traf sich nach dem Gottesdienst zu einem gemeinsamen Imbiss im Pfarrgemeindesaal. Hier hatte der acht Frauen umfassende Organisationskreis sein Augenmerk auf südamerikanische Rezepte gelegt. Bei reichlich Reis und Hühnchen, Gemüse, Obst und Kuchen gewann das gegenseitige Kennenlernen dank exotischer Gewürze einige scharf-intensive Zusatzfacetten.




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