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Aerzener Landfrauen feiern 60-jähriges Bestehen

Von Frauen für Frauen

Aerzen. Was haben die Aerzener Landfrauen und Nicolas Sarkozy gemeinsam? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel, aber bei genauerer Betrachtung zumindest das Alter: Vor 60 Jahren, am 28. Januar 1955, konnte nicht nur Frankreichs ehemaliger Staatspräsident seinen Geburtstag feiern, auch die Gründung des Landfrauenvereins Aerzen fand damals statt. Die Dewezet berichtete damals, dass sich 30 Landfrauen aus den Orten Aerzen, Reher, Grießem und Reinerbeck dem neuen Verein angeschlossen haben. Die Arbeit der Landfrauenvereine erstreckte sich Mitte des letzten Jahrhunderts noch hauptsächlich auf „fachliche Vorträge, praktische Lehrgänge verschiedener Art, Besichtigung und Vorführung von neuzeitlichen und arbeitserleichternden Einrichtungen und Geräten für die Landfrau, Ernährungs- und Gesundheitsfragen und die Erziehung und Ausbildung der Jugend“, wie es in dem Bericht weiter heißt. Auch wenn sich das aus heutiger Sicht ein bisschen angestaubt anhört, zieht man nach sechs Jahrzehnten Vereinsleben Bilanz, haben die Aerzener Landfrauen nicht nur die sprichwörtliche Glut gehütet, sondern ganz offensichtlich das Feuer auch weitergegeben. Nicht nur die Kreisvorsitzende Susanne Conrad-Meyer stammt aus Gellersen, auch Heike Schnepel, die stellvertretende Vorsitzende Süd des Niedersächsischen Landfrauen- Landesverbandes, hat ihre Wurzeln in Aerzen. Und nicht nur das: Sie ist darüber hinaus die Enkeltochter der Gründerin und 1. Vorsitzenden des Aerzener Landfrauenvereins, Luise Meyer, und die Tochter von Magdalene Meyer, die ebenfalls viele Jahrzehnte die Führungsrolle bei den „Frauen vom Land“ bekleidete. Beide ließen es sich natürlich nicht nehmen, persönlich zum Jubiläum zu gratulieren.

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Außer der ersten Vorsitzenden Luise Meyer konnten das aktuelle Vorstandsteam um Renate Alpers, Antje Krause, Angelika Brockmann und Ulla Meyer übrigens alle Amtsvorgängerinnen zu den um ein paar Tage vorgezogenen Feierlichkeiten am Sonntag im Hotel Stadt Hameln begrüßen: Das waren Magdalene Meyer von 1964 bis 1996, Edith Hahn bis 2000 und Elke Ohm bis 2008. Neben dem Emmerthaler Mehrgenerationenchor sorgte der Schauspieler Jörg Schade für beste Unterhaltung. Immer lächeln, lautete seine Devise angesichts eines Suppenhuhns, das auf den Namen Carola hört und eine Karteikarte beim Tierarzt besitzt, Heinz Erhardts polyglotter Katze und „weiterer hübsch abgehangener Witze“, wie der Pyrmonter sein Programm kurz umschrieb.sbr

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  • Der Emmerthaler Mehrgenerationenchor sorgte für Stimmung beim Landfrauen-Jubiläum. sbr


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