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Lesertelefon: Belästigungen an der Haustür / Verkaufsoffene Sonntage "arbeitnehmerfeindlich"

Von Fernsehstörungen und Drückerkolonnen

Rinteln (ur). Als "nicht sonderlich kirchlich" bezeichnet sich Lutz Ankermann und konnte deshalb beim jüngsten "Blauen Montag" zum Thema Feiertagsruhe nicht alles akzeptieren. Meint aber dennoch: "Unabhängig von Glaubensüberzeugungen ist es aber wichtig, dass eine Gesellschaft gemeinsame Tage der Ruhe kennt, damit auch die Familien von Verkaufspersonal und anderen Berufen etwas gemeinsam unternehmen können." Für Veranstaltungen von überörtlicher Bedeutung, wie Messe und Ökomarkt, sehe er verkaufsoffene Sonntage als strikte Ausnahme - "aber wenn jetzt schon so ein nettes kleines Weinfest zum Anlass dafür genommen wird, ist das übertrieben und auf Dauer arbeitnehmerfeindlich".

Auch die Rintelner Brenntage sind nach wie vor umstritten. Foto:

Herta Neudörfer aus der Graf-Otto-Straße und etliche ihrer Nachbarn und Bekannten hatten in den letzten Wochen Probleme mit der Bildqualität ihrer Fernsehgeräte: "Die privaten Sender sind davon weniger betroffen, wohl aber ARD und ZDF. Das Programm des NDR grieselt besonders stark, und das bei neuen Geräten." Sie fragt sich, ob ein Zusammenhang mit den aktuellen Kabelarbeiten in ihrer Straße bestehe. Auch das Thema Brenntage beinhaltet einmal mehr Zündstoff. Einen Widerspruch zur aktuellen Debatte um den Klimaschutz sieht Martin Herrmann in der Regelung der Stadt: "Wir sorgen uns um modernste Filtertechnologie und gleichzeitig verqualmen wir regelmäßig die Natur, das passt doch nicht zusammen", ärgert sich der Deckberger. Hier solle die Stadt umdenken und eine umweltfreundlichere Regelung finden, will er Rat und Stadtverwaltung Feuer unterm Hintern machen. Auf Belästigungen durch so genannte Drückerkolonnen weist Christoph Eikmeier aus Rinteln hin: "Im Augenblick sind wieder Leute unterwegs, die vermeintlich zugunsten der Resozialisierung junger Drogenabhängiger Abo-Werbung betreiben" - Nachforschungen im Internet würden aber schnell Anlass zum Zweifel geben, warnt Eikmeier: "Da ist in jedem Fall Vorsicht geboten." Fatale Namensverwechslung: In dem gestrigen Beitragüber ein landwirtschaftliches Bauprojekt in Hohenrode wird als Ehemann von Ute Hasper ein Rolf Hasper be- nannt. Dieser ruft nun bei uns an und legt Wert auf die Feststellung, dass nicht er, sondern sein Bruder Horst mit Ute Hasper verheiratet ist. Da wir ja nun keine Zwangsehen stiften wollen, stellen wir das hiermit richtig! Wilhelm Ruschmeyer aus der Driftärgert sich darüber, dass ein Nachbar mit eigenem Parkplatz regelmäßig den Pkw vor seinem Grundstück parkt: "Wenn das mal zwischendurch geschieht, kann und muss man als Anlieger ja damit leben. Ich akzeptiere aber nicht, dass es durch die regelmäßige Nutzung für die städtische Kehrmaschinenicht möglich ist, vor meinem Haus zu kehren. Schließlich bezahle ich dafür - und sehe nicht ein, dass ich dann selber diese Arbeit übernehmen muss." Nachvollziehen kann Wolfgang Hassenpflug aus Rinteln die Kritik im "Frühstücksei" an der Verbindung durch den Transrapid in München zwischen Bahnhof und Flughafen, gibt aber zu bedenken: "Wenn wir Exportweltmeister bleiben wollen, müssen wir aktuelle deutsche Technologie auch im eigenen Land einsetzen. Und diese Strecke ist wohl die letzte Chance, sowas in Deutschland durchzuführen. Man sieht die positiven Auswirkungen daran, dass aufgrund der neuen Lage in Bayern auch die Chinesen ihr Transrapid-Vorhaben wieder aufnehmen wollen. "

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