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Faszination Garten: Rintelner stellen ihr "grünes Reich" vor / Oft steckt jahrelange Arbeit dahinter

Von der Fernost-Idylle bis zum Bauerngarten

Rinteln (sb). Sommerzeit ist Gartenzeit. Viele Rintelner lieben es, gerade in der warmen Jahreszeit viel in der Natur zu sein, das Wachstum ihrer Pflanzen zu beobachten und sich ihr "eigenes kleines Reich" zu schaffen. Hier stellt unsere Zeitung drei solcher "Gartenexperten" vor...

Einen grünes Fleckchen ganz besonderer Art hat sich zum Beispiel Carl-Julius Aldag geschaffen. Zwei Jahre hat der Rintelner gebraucht, bis sein kleines Paradies endlich fertig war. Hauptsächlich finden sich in seinem Garten fernöstliche Gewächse - "dadurch wirkt das alles wie ein Japanischer Garten", erklärt Aldag. Das Zentrum des Gartens bildet ein zwölf Kubikmeter Wasser fassender Teich, in dem 15 Koi-Karpfen ihr Zuhause gefunden haben. Die tonnenschweren Sandsteinquader hat er - fast wie die alten Ägypter - auf sechs bis sieben Baumstämmen zu ihrem Platz am Teichufer gerollt. Das Besondere an dem Teich: "Hier funktioniert alles ganz ohne Chemie." Statt einer Filteranlage zieht ein benachbartes Pflanzenbecken die Nährstoffe aus dem Teich. Neben Pfingstrosen, dem Gunnera "Mammutblatt" aus Chile oder Ahornblättern schmücken außerdem 15 verschiedene Bambussorten seinen Garten. "Die brauchen immer Wasser", erklärt Aldag. Daher hat der Hobbygärtner unter der Erde kleine Wasserleitungen verlegt, die die tägliche Versorgung der Pflanzen absichern. Einen Ort der Ruhe hat sich auch das Ehepaar Bolm geschaffen. 1989 beschlossen Klaus-Dieter und Margit Bolm, ihr Grundstück am Ostertor zu kaufen. Als sie den eher verwilderten Garten sahen, beschlossen sie kurzerhand: "In einen Garten gehören Blumen!" Das bedeutete in diesem Fall jede Menge Arbeit. Zehn Jahre lang haben sie in ihrer Freizeit das bereits vorhandene Haus saniert und dazu den Garten angelegt. Tulpen, Sträucher, Stauden, Rittersporn und Narzissen bestimmen seitdem je nach Saison die bunte Vielfalt des Gartens. Ein solcher Blumengarten bringt viel Arbeit mit sich: Zwei bis drei Stunden täglich verbringen die Bolms im Durchschnitt mit der Pflege des Gartens - wässern, Erde auflockern oder Unkraut zupfen gehören zum Standard. Bis zum letzten Jahr haben die Rintelner auch einen Nutzgarten gepflegt. "Die Schnecken und Mäuse", so erklärt Klaus-Dieter Bolm, "fressen aber alles kaputt." Ein ganzähnliches Problem hatten auch Hannelore und Dieter Wolff in ihrem Gartenidyll an der Weser. Hier waren es jedoch nicht die tierischen Mitbewohner, sondern Diebe, die die liebevoll angebauten Fenchelknollen "ratzekahl abgeschnitten haben", wie Hannelore Wolff erzählt. Seitdem haben die Wolffs keinen Nutzgarten mehr, auf ein paar Obstbäume und Himbeersträucher möchten sie aber nicht verzichten. Vor vier Jahren haben sie und ihr Mann Häuschen und Garten seiner Eltern übernommen - "in diesem Garten bin ich praktisch groß geworden", sagt Dieter Wolff. Seitdem verbringt das Ehepaar rund einen Tag in der Woche im bunten Bauerngarten - Beete anlegen, Büsche pflanzen und Unkraut jäten gehören dazu. Dennoch: "So ganz zufrieden sind wir aber nie", meint Hannelore Wolff, ergänzt jedoch: "Allerdings kommt es darauf auch nicht an - Gartenarbeit sollte Spaß machen." Das bestätigt auch ihr Ehemann: "Wir sind beide berufstätig, da kann ein bisschen Gartenarbeit so richtig entspannen..."




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