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Serien-Tipp

Von allem zu viel? Mehr davon!

Wohl kein Autor schaffte es, den Humor der Generation X so sehr zu prägen wie der Engländer Douglas Adams. Seine Reihe „Per Anhalter durch die Galaxis“ überdrehte das Science-Fiction-Genre zu einem schrill-albern-philosophisch-satirischen Riesenspaß. Adams Bücher über „Dirk Gentlys holistische Detektei“ fristen im Schatten der „Anhalter“-Reihe eher ein Schattendasein. Ab 2016 lieferten sie dann aber immerhin die – vage – Vorlage für eine spektakuläre TV-Serie.

Serien_Tipp Dirk Gentlys holistische Detektei
Frank Henke

Autor

Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite

Die Spoiler-Gefahr ist in jedem Text über „Dirk Gently“ minimal. Denn die Frage „Worum geht‘s?“ lässt sich kaum in überschaubarem Rahmen beantworten. Nur so viel: Dirk Gently, großartig spleenig gespielt von Samuel Barnett, lässt – wie der Titel schon sagt – Leben und Fälle ganz holistisch auf sich zukommen. Ganzheitlich also, alles hängt mit allem zusammen – gleich zu Beginn der Serie beispielsweise: eine Zeitmaschine, Seelenwanderung, Bissspuren eines Hammerhais in einem Hotelzimmer, eine ebenfalls sehr holistische Serienkillerin, eine seltsam-gruselige Rockergang und, und, und. Zu viel, zu grell, zu laut? Schon. Aber ein wüster Spaß in Douglas-Adams-Manier ist es dann eben doch. Dafür ist wesentlich Dirks Gegenpart mitverantwortlich: Todd Brotzman, gespielt von Elijah Wood („Herr der Ringe“), wird im holistischen Ereignisfeuerwerk zum Detektiv-Assistenten und damit oft eine Art Stellvertreter des Zuschauers: verwirrt, mitgerissen, restlos begeistert – und dann doch wieder sehr verwirrt.

Aber traurigerweise war das Universum noch nicht so weit: Nach der zweiten Staffel wurde „Dirk Gently“ im Dezember 2017 eingestellt.

Info: Beide Staffeln von „Dirk Gentlys holistische Detektei“ sind auf Netflix zu sehen.

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