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Die Rheuma-Liga Arbeitsgemeinschaft Springe und Bad Münder feiert heute ihr Jubiläum

Von 12 auf 1800 Mitglieder in 25 Jahren

Bad Münder (lil). „Den Posten übernehme ich nur, wenn ich etwas für die Münderaner tun kann“, sagte Annedore Rotermund, als ihr vor zehn Jahren der Vorsitz der heutigen Arbeitsgemeinschaft (AG) Springe/Bad Münder der Rheuma-Liga Niedersachsen ans Herz gelegt wurde. Ihr Wort hat sie gehalten. In der Kurstadt bietet der Verein Wassergymnastik und Trockengymnastik, Gesprächskreise und Rheumatreffen an.

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Der Einsatz der Vorsitzenden, die auch im Vorstand des Landesverbands der Rheuma-Liga mitwirkt, reicht jedoch bereits ein Vierteljahrhundert zurück – so feiert der Verein in diesen Tagen sein 25-jähriges Bestehen. Die betroffene Hildegard Selke hatte bei Rotermund, zu der Zeit Leiterin des Bereichs Rehabilitation bei der damaligen AOK Hannover, ein offenes Ohr gefunden.

Mit zwölf Mitgliedern und Selke als Übungsleiterin gründete sich der Verein – von Betroffenen für Betroffene. „Ich war damals nur begleitend tätig“, erzählt Rotermund. Im Jahr 2000 kam der Bereich Bad Münder zu der AG Springe dazu – durch die räumliche Erweiterung ergab sich ein enormer Aufschwung. Heute zählt die AG mit dem Motto „Beratung – Begegnung – Bewegung“ 1 800 Mitglieder.

Wer denkt, nur ältere Menschen seien betroffen, hat weit gefehlt. „Rheuma wird heute früher erkannt“, weiß die Vorsitzende. Folglich ist das jüngste aktive Mitglied um die 20 Jahre alt, das älteste 91. „Wir hatten auch schon Kinder, die bei uns Trockengymnastik gemacht haben“, ergänzt Rotermund.

Mit der zunehmenden Resonanz ist das Angebot der Rheumaliga Springe/Bad Münder stetig gewachsen. „Angefangen haben wir ganz klein mit Wassergymnastik und Trockengymnastik, also dem Funktionstraining“, erinnert sich die Vorsitzende. Heute bietet der Verein 48 Wassergymnastik-Kurse sowie neun in Trockengymnastik an. „Trockengymnastik ist mir das Liebste“, sagt die Vorsitzende. „Ich bin nicht so eine Wasserratte.“

Basteln – „Das ist Ergotherapie für die Hände“, so Rotermund – und die Tanztherapie gibt es seit rund 15 Jahren im Verein. Nordic Walking ist das neueste Angebot. Daneben treffen sich die Betroffenen in Gesprächskreisen. Auch unternehmen die Mitglieder gemeinsam Reisen – etwa nach Italien oder Ungarn. „Wir fahren immer dorthin, wo Kuranwendungen möglich sind“, erzählt die Vorsitzende. Das gemeinsame Feiern kommt auch nicht zu kurz. „In der langen Zeit sind Freundschaften entstanden“, ist sich die 68-Jährige sicher.

Rund 75 Prozent der Mitglieder sind weiblich. „Früher waren es sogar 99 Prozent“, weiß Rotermund. „Frauen gehen offener mit ihrer Krankheit um.“

Rotermund freut sich auf die heutige Feier zum 25-jährigen Bestehen in Springe. Für sie wird es der letzte große Geburtstag ihrer Selbsthilfegruppe. „Ich beabsichtige, 2013 aufzuhören“, sagt sie. „Vielleicht findet sich ja auf diesem Wege ein Nachfolger“, und die 68-jährige Ehrenamtliche fügt hinzu: „Ich übergebe eine gut funktionierende AG mit vielen Aktivitäten und netten Leuten.“



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