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Die NDZ trifft Schäfer Heinrich – Auftritt live am 29. Juni in Bad Münder

Vom Landwirt zum Kultstar

Autor:

Lars Andersen

Erwitte-Völlinghausen. 2008 war er der Quotenbringer der RTL-Doku-Soap „Bauer sucht Frau“ – mehr als 8,5 Millionen schauten damals Schäfer Heinrich und anderen Landwirten zu, wie sie auf die Frauenwelt losgelassen wurden. Schon damals war der sympathische Hirte der heimliche Star der Serie. Der heute 52-Jährige avancierte zu „Everybody’s Darling“, landete nach Ende der TV-Serie aber in einer Welt, die ihm völlig fremd war. Von morgens bis abends kamen Leute auf den Hof, wollten Autogramme und Selfies mit Heinrich. „Der Hype hat spürbar nachgelassen, aber es kommen immer noch Fans, die mit mir und den Schafen Fotos machen möchten“.

Er sang bei Bohlens „Supertalent“, trat bei „The Dome“ auf – seine Single „Das Schäferlied“ stieg von 0 auf 5 in die deutschen Charts ein. Dabei war er neben Madonna bester Neueinsteiger. „Das ‚Schäferlied‘ hat mein Vater selbst geschrieben und oft bei runden Geburtstagen, Hochzeiten oder besonderen Anlässen gesungen“, erklärt Schäfer Heinrich.

Bis dato konnte der vierfache „Ballermann-Award“-Gewinner diesen ersten Erfolg zwar nicht annähernd wiederholen – doch der „singende Schäfer“ veröffentlichte in den darauffolgenden Jahren mit den Titeln „Schäfchen zählen“, „Schatzi, ich schubs dich heute ins Heu“,„Ich bin scha’r’f auf dich“, „Millionen Frauen lieben mich“ oder „Ladykiller“ eine Single nach der anderen und blieb so immer im Gespräch.

Am 26. April, pünktlich zum „Mallorca-Bierkönig“-Opening“, veröffentlichte der Kult-Schäfer seine neue Single „Haus am Hühnerfrikasee“. „Bis dato hat man mir immer die Möglichkeit eingeräumt, aus mehreren Titelangeboten, einen Song auszuwählen, der auch zu mir passt. Das ist auch dieses mal so gewesen“. Das dazugehörige Video wurde in einem Hotel in Olsberg (Sauerland) gedreht – die neue Single ist auf allen bekannten Download-Portalen erhältlich.

Dass unter anderem auch die Partysängerin Marry beim Video-Dreh eine Rolle bekam, hat den Sänger besonders gefreut, da sie zu seinem engsten Freundeskreis zählt. Im Laufe der Jahre hat Heinrich Gersmeier, so heißt Schäfer Heinrich mit bürgerlichem Namen, gelernt, wem er mehr oder weniger vertrauen kann: „Da verlasse ich mich immer auf mein Bauchgefühl. Es gibt Kolleginnen und Kollegen, zu denen ich ein echtes Vertrauenverhältnis aufgebaut habe. So zum Beispiel mit Anna Maria Zimmermann, die mir sogar im Stall bei der Geburt eines Schafes geholfen hat. Auch mit Marry verbindet mich eine enge Freundschaft. Beide haben angekündigt, dass sie mich eventuell nach dem Mallorca-Opening besuchen wollen“. Beide Sängerinnen gehören auch zu den Künstlerinnen, mit denen er gerne einmal ein Duett aufnehmen möchte. Die Gagen seiner Gastspiele am Ballermann und von anderen Party-Locations steckt er zum Teil in seine Landwirtschaft. Insbesondere die starke Dürre im letzten Sommer machte dem leidenschaftlichen Schäfer finanziell sehr zu schaffen. Die zahlreichen Auftritte im Bierkönig genießt er nach wie vor, freut sich aber immer, wieder auf seinem Hof zu sein.

„Es klappt nicht immer, dass ich sofort nach den Auftritten am Ballermann nach Hause fliegen kann. Der kleine Paderborner Flughafen bietet mir da leider nicht so viel Möglichkeiten, die passenden Flüge zu buchen. Während meines Aufenthalts in Spanien versorgt ein guter Freund von mir die Tiere. Inzwischen habe ich rund 100 Hühner, 50 Gänse und 350 Mutterschafe. Natürlich habe ich einige Favoriten unter den Schafen, denen ich auch Namen gegeben habe – eins heißt „Schnuckel“, erklärt uns Schäfer Heinrich.




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