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Großer Festakt zum 125. Geburtstag / „Hävehäuser“ statt Kyffhäuser

Vom Kriegerverein zum Werbeträger

Wiedensahl (jed). Mit 150 geladenen Gästen hat die Wiedensahler Kyffhäuserkameradschaft am vergangenen Sonnabendnachmittag im festlich geschmückten Sport-saal ihren 125. Geburtstag gefeiert und dabei von allen Rednern jede Menge Lob für ihre ehrenamtliche Arbeit zu hören bekommen.

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Nach dem feierlichen Fahneneinmarsch der befreundeten Kameradschaften ging Festredner und Gemeindedirektor Nathan Adam zunächst auf das allgemeine Kyffhäuserwesen ein. Aus einer Schützenbruderschaft, die sich früher vor allem um die Kriegsversehrten, Witwen und Waisen gekümmert habe, sei heute ein die Tradition und Kameradschaft pflegender moderner Volksbund geworden.

Vorläufer der heutigen Wiedensahler Kameradschaft, so Adam weiter, sei der 1887 gegründete Kriegerverein gewesen. Den lückenlos vorliegenden Protokollbüchern zufolge mussten die Statuten des Vereins damals noch von höchster Stelle genehmigt werden. Präsent war der Verein vor allem bei den alljährlichen Schützenfesten, wobei es den Protokollen zufolge immer wieder zu kleinen Streitereien mit dem örtlichen Gesangverein über die Auswahl der Lieder gekommen sein soll. Besagter Gesangverein hatte sich geweigert, die vom Kriegerverein geforderten „patriotischen“ Lieder zu singen.

1943 von den Nationalsozialisten verboten, kam es am 5. Dezember 1954 zur Neugründung. Elf Männer waren damals bei der Gründungsversammlung anwesend. Zum Vorsitzenden wurde seinerzeit Wilhelm Heine gewählt. Ihm folgten Willi Hengst (1972 bis 1984), Karl Krechlok (1984 bis 1996) und danach Hartmut Hävemeier.

Dank Hävemeier und seiner gesamten Familie, so Adam lobend, habe sich die Kameradschaft mit ihren 100 jungen und älteren Mitgliedern dank vieler Aktivitäten, einer guten Jugendarbeit und herausragender Ergebnisse im Schießsport zu einem modernen Verein und vor allem zu einem Werbeträger erster Güte für Wiedensahl entwickelt. Ingrid Horstmann, ging in einer kleinen Einlage der Feuerwehrtheatergruppe noch einen Schritt weiter und schlug vor, die Wiedensahler Kyffhäuser in „Hävehäuser“ umzutaufen.

Nach der Kaffeepause folgten die Ehrungen. Wilhelm Niemitz und Karl-Heinz Jeschke wurden für ihre 25-jährige Mitgliedschaft sowie Siegfried Rensmann, Volker Strauß, Klaus Sölter und Werner Wartmann für ihre besonderen Verdienste mit Urkunden, Ehrennadeln und Präsenten geehrt.

Hartmut Hävemeier ist seit Sonnabend Träger der Schießsport-Ehrennadel, Paul Janke Träger des Kyffhäuser-Fahnenträger-Abzeichens in Gold, Karl Krechlok Träger des Kyffhäuser-Verdienstkreuzes I. Klasse und Anita Hävemeier Trägerin der Damenehrenschleife, der höchsten Auszeichnung auf Damenebene.

Die „Hävemeiers“ (vorne) haben die Wiedensahler Kyffhäuserkameradschaft in den letzten Jahren zu einem modernen Verein und zu einem Werbeträger für Wiedensahl umgeformt. Anita Hävemeier (Mitte) ist jetzt Trägerin der Damenehrenschleife.

Foto: jed



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