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In der Stadtbibliothek ist jeder willkommen und findet passenden Lesestoff / Bücherigel für das Klassenzimmer

Vom Hausmeister bis hin zum Professor

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der Klasse 4 b der Herderschule

Bad Pyrmont. „Ich freue mich, dass ihr da seid. Kommt alle herein!“ So freundlich werden wir, die Kinder der Klasse 4b der Herderschule, von der Bibliothekarin Frau Jaskolla in der Stadtbibliothek Bad Pyrmont begrüßt. Viele von uns kennen sie schon von einem früheren Besuch in der Bibliothek und vom Lesetag in der Schule. Doch heute sind wir nicht als Leser hier, sondern haben sehr viele Fragen für sie dabei.

Auf dem Lesepodest in der Kinderbuchabteilung machen wir es uns gemütlich und stellen unsere Fragen. Zuerst wollen wir wissen, warum es überhaupt Büchereien gibt. Wir erfahren, dass es die schon sehr lange gibt – die ersten wurden in Alexandria in Ägypten gegründet. Das Wissen der Menschen sollte so erhalten bleiben und auch für das Volk da sein. Auch hier ist das noch so. Jeder kann in diese Bücherei kommen und lesen. „Egal, ob Hausmeister oder Professor – alle sind willkommen!“, sagt Frau Jaskolla.

Die Pyrmonter Stadtbibliothek hat in diesem Jahr ihr 65-jähriges Jubiläum und wurde im Keller der Herderschule gegründet. Später zog sie um in das ursprüngliche Gebäude des fürstlichen Amtsgerichts und sieht deshalb von außen auch so altehrwürdig und pompös aus. Heute gibt es hier auf 380 Quadratmetern neun Räume mit zirka 46 000 Büchern und anderen Medien. Doch so alt die Bücherei auch von außen aussieht, im Inneren ist sie nicht altmodisch, sondern geht mit der Zeit. Neben Bilderbüchern, Kinder- und Jugendbüchern, Erwachsenenromanen und Sachbüchern gibt es auch Zeitschriften, CDs, DVDs, Spiele und eine Computerecke mit Internet. Seit kurzem kann man auch e-books über das Internet herunterladen und sich die dazugehörigen e-book-reader ausleihen.

„Bücher wird es aber trotzdem immer geben“, glaubt die Leiterin der Bibliothek ganz fest, „denn könnt ihr euch vorstellen, dass Eltern ihren Kindern Bilderbücher vom Handy vorlesen?“ Sie selber liest am liebsten auch „richtige Bücher“, und zwar Krimis, denn tagsüber hat sie eher ein ruhiges Leben und braucht deshalb abends Action und Spannung. Andere lesen jedoch lieber Liebesromane oder Sachbücher und so ist sie der Meinung: „Jeder Mensch würde lesen, wenn er das richtige Buch findet.“

Jetzt dürfen wir uns umsehen und merken schnell, dass es viele Bücher, DVDs, Spiele und viel Platz für uns Kinder gibt. Kuschelige Ecken mit Sitzsäcken, ein alter Schaukelstuhl und weiche Matratzen laden zum gemütlichen Lesen oder zum Spielen eines der vielen tollen Brettspiele ein. Auf dem Flur steht ein schöner Kicker, den einige Kinder gleich belagern. Das Tolle ist, Essen und Trinken sind hier nicht verboten und wenn es etwas lauter wird, schimpft keiner. „Wir sind anders, weil bei uns Kinder besonders wichtig und alle willkommen sind“, sagt die Bibliotheksleiterin.

Im Anschluss an unsere Entdeckungstour dürfen wir aus einem alten Buch einen Bücher-igel falten. Jedes Kind soll einige Seiten des Buches so falten, dass ein Igel entsteht. Dieser soll später in unserer Klasse stehen.

Dann erfahren wir noch, dass Frau Jaskolla und ihre Kolleginnen besonders gerne in Kindergärten und in Schulen gehen, um dort Bilderbücher auf besondere Art und Weise vorzustellen. Als Kostprobe bekommen wir ein Sandtheater zu sehen. Dafür wird vor unseren Augen Sand auf ein Tablett geschüttet und einige laminierte Figuren werden hineingesteckt. Dazu hören wir die Geschichten des kleinen Affen, der seine Mami vermisst. Immer wieder kommen neue Figuren dazu und die Geschichte wird richtig lebendig. Viele von uns wollen bald wieder in diese tolle Bücherei kommen.

In der Welt der Bücherwürmer gibt es so viel mehr als Bücher zu entdeclen.



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