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Stadt sucht zum 1. April Nachfolgerin für Ursula Behrens, die im Sommer in den Ruhestand geht

Volle Stelle für Gleichstellungsbeauftragte

Bad Münder. Im Rathaus wird sich in den nächsten Wochen und Monaten so einiges verändern. Zum 1. April sucht die Stadt eine neue Fachdienstleiterin und Gleichstellungsbeauftragte – und zwar in Vollzeit.

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Autor:

MIra Colic

Bad Münder. Im Rathaus wird sich in den nächsten Wochen und Monaten so einiges verändern. Wie berichtet, soll ab dem 1. Januar ein Verwaltungsvorstand das bisherige Modell einer Dezernatsverwaltung ersetzen. Der Rat wird morgen über die organisatorischen Änderungen entscheiden. Der Bereich Soziales ist bereits durch die Schaffung einer Projektgruppe „Aufnahme und Integration“ entlastet worden. Und im Frühjahr soll der nächste Schritt erfolgen. Zum 1. April sucht die Stadt eine neue Fachdienstleiterin und Gleichstellungsbeauftragte – und zwar in Vollzeit. Damit tragen Bürgermeister Hartmut Büttner und sein Verwaltungsapparat der größeren Arbeitsbelastung – speziell aufgrund der vielen Flüchtlinge – Rechnung.

Mit dieser Weichenstellung hat der Verwaltungsausschuss eine Entscheidung aus dem Jahr 2010 rückgängig gemacht. Damals wurden in den Bereichen Gleichstellung, soziale Dienste und Stadtjugendpflege Einschnitte vorgenommen, 38 700 Euro sollten so eingespart werden. Dazu gehörte eben, dass die volle Stelle, die die Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Hoffmann-Bürrig innehatte, mit ihrem Eintritt in den Ruhestand in eine Teilzeitstelle umgewandelt wurde. Ursula Behrens, die ihre Laufbahn in Bad Münder als Stadtjugendpflegerin begonnen hat und dann lange beurlaubt war, übernahm die Stelle der Fachdienstleiterin und Gleichstellungsbeauftragten im Jahr 2011. Im Sommer wird die 64-Jährige in die Freizeitphase der Altersteilzeit gehen. Sie soll ihre Nachfolgerin noch einarbeiten.

Wie bisher sollen auch weiterhin für die Belange der Gleichstellung 13 Wochenstunden zur Verfügung stehen. Ein großer Teil der Arbeitszeit soll in den Bereich Integration fließen. Denn wie berichtet, werden 111 Flüchtlinge im ersten Quartal in Bad Münder erwartet. Niemand kann sagen, wie es danach weitergehen wird. Aber für Bürgermeister Büttner steht fest: „Wir müssen uns organisatorisch so aufstellen, dass wir das große ehrenamtliche Engagement in der Stadt mit hauptamtlichen Kräften unterstützen können.“ Wie Behrens soll auch ihre Nachfolgerin Teil der Projektgruppe „Aufnahme und Integration“ werden. Der Verwaltungsausschuss wird laut Büttner auch in das Auswahlverfahren für die Besetzung des Postens einbezogen werden.

„Die Gesellschaft wird sich weiter verändern, sodass der Aspekt der Gleichberechtigung auch in Zukunft stark gefordert werden wird“, ist Büttner überzeugt. Die Deutsche Gesellschaft habe zwar einen guten Zwischenstand erreicht, „wir müssen aber weiter dran bleiben“. Gerade für Frauen aus Ländern, in denen noch ein sehr traditionelles Geschlechterbild herrsche, könnte das Leben hier die Möglichkeit bieten, sich stärker zu entwickeln.

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