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Gemeindeverwaltung: Nur Planungskonzept / Schmidt (CDU): "Alles in einem Abwasch - und alle an einem Strang ziehen"

Volle Gullys: Sanierung der Borsteler Straße erst 2010?

Borstel (rnk). Die Sanierung der Borsteler Straße, so sieht es Klaus Heimann, Pressesprecher des Landkreises, steht für 2010 an. Dann werde die Kreisstraße 68 laut Investitionsplan des Landkreises in Angriff genommen.

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So ganz nachvollziehen kann Heimann die nach dem Sturm und denüberlaufenden Gullys wieder entfachte Debatte um die Sanierung nicht, schließlich habe doch bisher die Sanierung der Kreisstraße 65, also der Radweg durch Rolfshagen, Priorität gehabt. Im Planungsprogramm des Landkreises stünden beide Straßen. Die K 65 stehe zudem auch im Bauprogramm. Und das, so Heimann, bedeute, dass sie möglichst schnell in Angriff genommen werden soll - sobald, natürlich, die Mittel fließen. Und hier liegt für Heimann auch der sprichwörtliche Hase im Pfeffer: Weil kaum noch Mittel von Bund- und Land fließen, wurden die Straßensanierungen in den letzten Jahren "gewaltig zurückgefahren". Zurzeit werde jetzt im Hause geprüft, welche Straße wann gemacht werden kann. Und selbst wenn die Fördergelder fließen würden, so Heimann, "bleibt für den Landkreis immer noch genug hängen". Soll heißen: Der Landkreis zahlt kräftig dazu. Die Prioritäten in Bezug auf die Kreisstraßen 65 und 68, so Heimann, würden nochmals überprüft und mit der Gemeinde abgestimmt. Ob und inwiefern eine dieser Maßnahmen in nächster Zeit umgesetzt werden kann, das hänge allerdings weiterhin von der Entwicklung der Haushaltslage ab. Die Kosten für den Ausbau der Kreisstraße 68 der bezifferte Heimann auf eine Million Euro. In der nächsten Woche, so sagt Karl-Heinz Büthe von der Gemeindeverwaltung Auetal, werde es ein Treffen mit dem Kämmerer des Landkreises geben. Dort werde auch über den Investitionsplan bis 2010 gesprochen. Dass die Kreisstraße 68 sich dort erst 2010 findet, sei keine unbedingt verbindliche Entscheidung: "Es ist nur ein Planungskonzept", erinnert der Kämmerer. Manfred Spenner, SPD-Ratsherr im Kreistag, geht jedenfalls davon aus, dass in diesem Jahr der Radweg vom Schwimmbad Rolfshagen bis zum Ortsausgang gebaut wird. Danach, so der Kathrinhäger, solle die Borsteler Straße gemacht werden, anschließend als dritter Bauabschnitt der noch fehlende Radwegbereich vom Ortsausgang Rolfshagen bis Borstel. Doch bevor der erste Meter Radweg in Angriff genommen werden kann, müssten noch Grundstücksfragen geklärt werden. Für den CDU-Kreistagsabgeordneten Torben Sven Schmidt ist klar, dass die drei Auetaler Kreistagabgeordneten - Spenner, Siegbert Held (WGA) und er selber - bei der Borsteler Straße an einem Strang ziehen müssten. Er schlägt für die Borsteler Straße und den Teilbereich zwischen Rolfshagen und Borstel eine in Teilbereiche aufteilte, aber dennoch gemeinsame Planung vor. Vielleicht, so Schmidt, könnte dann nach der Borsteler Straße auch sofort der letzte Abschnitt in Angriff genommen werden: "Alles in einem Abwasch, eine Planung in Teilbereichen mit dem Wunsch eines gemeinsamen Ausbaus." Und dies, so lässt Schmidt durchblicken, möglichst im Jahre 2009. Nicht in Frage kommt für ihn ein Alleingang der Gemeinde: "Wenn wir den Kanal allein sanieren, und ein Jahr später kommt der Kreis und saniert die Straße, schmeißt die Gemeinde sehr viel Geld aus dem Fenster." Und einfach tauschen? Erst die Borsteler Straße sanieren und dann den Radweg durch Rolfshagen bauen? Das geht nicht, meint Schmidt, die Planungen für den Radweg seien "weitgehend fertig", Für einen Vorteil hält es Schmidt, das in allen Kreistagsfraktionen Auetaler Politiker vertreten seien. Und dort sollten die Auetaler dann auch mit einer Stimme sprechen.

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