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Ortsversammlung vorüber 700 Mitgliedern im großen Festzelt am Steinanger

Volksbank trotzt turbulenten Zeiten: Bilanzsumme wächst auf 765 Millionen

Rinteln (ur). Die Volksbank rief - und alle, alle kamen zur Ortsversammlung in Rinteln ins große Festzelt auf dem Steinanger! Mit diesem Andrang gerechnet hatte das genossenschaftliche Bankinstitut angesichts der Vielzahl seiner Mitglieder schon, wie Aufsichtsratschef Karl-Heinz Frühmark bei der Begrüßung hervorhob.

Karl-Heinz Frühmark

Da keine Formalien anstanden, konnte man sich voll auf die Informationenüber die aktuelle Lage auf dem Bankensektor konzentrieren - und zugleich auch analysieren, wie sich das stürmisch-widersprüchliche Marktgeschehen auf die Geschäftslage bei der heimischen Volksbank niederschlägt. Damit dies nicht einfach so in langen Reden am Publikum vorbeirauschte, hatte man in SZ-Redakteurin Christiane Riewerts eine Moderatorin gefunden, die sich nicht darauf beschränkte, Stichwortgeberin für Bankenvorstand Joachim Schorling und Marktbereichsleiter Ansgar Haverkamp zu sein, sondern ihre Aufgabe als die einer Anwältin des Publikums begriff, die mit kritischen Fragen dort nachfasste, wo Aufklärungsbedarf zu vermuten war. Schorling definierte sein Institut als Vertretung eines genossenschaftlichen Geschäftsmodells, das nunmehr schon 140 Jahre Bestand habe und sich gerade durch die jüngsten Entwicklungen am Markt bestätigt sehen darf: "Wir betreiben bewusst kein Investmentbanking mit ständigem Strategiewechsel, sondern fühlen uns unseren Mitgliedern verpflichtet, die für uns als Geschäftspartner an erster Stelle stehen", erläuterter Schorling auf die Nachfrage von Christiane Riewerts: "Was machen Sie denn anders als die anderen?" Kundeneinlagen wie Inhaberschuldverschreiben seien damit zu 100 Prozent geschützt - "und das sichert die Stabilität auch in turbulenten Zeiten". So ist die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 765 Millionen Euro gestiegen - und auch die Summe der gesamten Geldanlagen von Mitgliedern und Kunden wuchs um 4,9 Prozent auf stolze 851 Millionen Euro. In einem gesunden Verhältnis dazu stiegen auch die Ausleihungen von 652 Millionen in 2006 auf 681 Millionen Euro in 2007. Auf der Basis dieser Bilanz kann der Vertreterversammlung am 17. Juni 2008 immerhin eine Dividende von beachtlichen 6 Prozent vorgeschlagen werden - ein Umstand, der von den Anwesenden mit sichtlichem Vergnügen zur Kenntnis genommen wurde. Deutlich machte Schorling auch: "Wir gehören auch in Zukunft nicht zu denen, die Risiken weiterverkaufen und ihre Kunden im Stich lassen" - womit er die Zuhörer natürlich auf seiner Seite hatte. "Und welche Aufgaben stellen sich für Sie aktuell im Jahr 2008?", wandte sich Riewerts anschließend an den Rintelner Marktbereichsleiter Ansgar Haverkamp. Dieser verwies eingangs auf die heiß diskutierte Abgeltungssteuer: "Hier wird sich für einen Teil unserer Kunden kaum etwas ändern - und für die möglicherweise Betroffenen,die Gestaltungsmöglichkeiten nutzen wollen, stehen wir zu Beratungsgesprächen bereit." Auch die "Riester-Rente" sei trotz gegenteiliger Diskussionen keineswegs am Ende, sondern werde noch an Bedeutung wachsen - auch dadurch, dass dem Wohnungsbau zur Eigennutzung für die Altersversorgung immer mehr Bedeutung zukomme. "Modernisieren und Energiesparen" - das seien Themen, die bei der Bestandssicherung immer wichtiger würden. "Und da legen wir in Kooperation mit dem Handwerk wieder interessante Realisierungsmodelle auf." Hier könne man keine pauschalen Lösungen anbieten, sondern müsse mit den Kunden maßgeschneiderte Strategien für die individuellen Gegebenheiten entwickeln. Interessant seien hier auch die Vorschläge zum "Festzins- Plus" im kommenden "Anle- gerfrühling", der günstige Energiesparkredit und das von der Bank entwickelte Gutachten zur Beurteilung des persönlichen Vorsorgestatus. Offenbar sahen sich die Anwesenden gut informiert durch die moderierte Gesprächsrunde und so entfielen weitere Nachfragen. Die Volksbank wurde ihrer Rolle als Gastgeberin noch mit einer herzhaften Bewirtung gerecht - und als bewegtes Finale gab es einen zwerchfellerschütternden akrobatischen Auftritt der Herren Schröder und Schultze vom Wall Street Theatre, die ihre Show unter das Motto "No risk, no fun" gestellt hatten. Darüber lesen Sie bitte mehr in unserer morgigen Ausgabe - passt es doch so ganz und gar nicht zur vorsichtig-planvollen Strategie der Volksbank in Schaumburg!



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