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…...und täglich grüßt der Karneval / „Da wo wir sind, ist Party angesagt“

„Viva Höhner“ – mit den Kölner Stimmungsmachern auf Session-Tour

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ – einen Abend begleiteten wir die „Stimmungsmacher der Nation“ auf einer ihrer bejubelten nächtlichen Sonderausflüge durch die fünfte Jahreszeit, erlebten dabei als Nordlichter die hohe Kunst des Feierns und Fröhlichseins.

Doch es ist nicht alles Karneval, was glänzt, denn ohne eiserne Disziplin und sekundengenaues Timing kann eine fast zweimonatige Tour auch mal schnell zur „Tortour“ werden.

„Das ist Gott sei Dank bei uns nicht so, denn wir haben ein hervorragend eingespieltes Team, das sein Handwerk versteht und uns gut vorbereitet bei unseren Auftritten begleitet. In diesem Jahr absolvieren wir in gut zwei Monaten 200 Auftritte, durchschnittlich fünf bis sieben Vorstellungen an einem Abend. Das ist ein Mammutprogramm, das dich oft an deine körperlichen Grenzen bringt. Zu Beginn der Tour hatte ich mir eine Erkältung eingefangen, die ich aber jetzt im Griff habe“, erklärt uns Frontmann Henning Krautmacher kurz vor der Abfahrt zu den Top-Locations der Domstadt.

Während Tourmanger Rolf noch einmal die Verträge überprüft, stimmt Axel die Gitarre von Henning Krautmacher, der pünktlich um 17.30 Uhr zusammen mit den anderen Bandkollegen am täglichen Treffpunkt eintrudelt.

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„Hat du Möhrchen, Henning?“

„Das Stimmen ihrer Instrumente übernehmen die Jungs vor den Auftritten selbst, da ich mich zusammen mit Christian und Christoph sofort nach Ankunft am Veranstaltungsort um die Anlage, die Backline und das Drumset kümmern muss“, verdeutlicht Axel.

Los geht’s in zwei Kleinbussen Richtung Hürth. Ab und an winken vorbeigehende Menschen – man kennt die Tour-Busse, auf denen der Schriftzug „Höhner.on Tour“ verewigt ist und wünscht der Band „Höhner Alaaf!“ Wir heften uns an die Fersen des Höhner-Trosses, der uns, in Sachen „wie komme ich gut und sicher durch Kölns Innenstadt“, immer wieder auf harte Bewährungsproben stellt.

Geschafft!, wohlbehalten erreichen wir mit den Höhnern das „Feierabendhaus Knappsack“ in Hürth. Nach dem Motto „Raus aus dem Bus, rein ins Vergnügen“ geht es zunächst in den Backstagebereich, der eigentlich keiner ist, denn hier werden, in sonst Besucher freien Räumlichkeiten, die Höhner von ihren zahlreichen Fans umlagert und um Autogramme gebeten.

„Beim Karneval ist eben alles etwas anders – und das ist auch gut so“,schmunzelt Bassist Hannes Schöner und lässt sich zusammen mit einer „Närrischen“ ablichten.

Kurze Zeit später heißt es: „Hier sind sie, unsere Höhner“. Mit „Festpiraten“ beginnt die Band ein Höhnersches Kurzprogramm, das es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat. Hier trifft Karneval auf Samba-Rhythmen, Popsong auf 60er-Jahre – alles wohl dosiert als Stimmungs-Cocktail, von dem man an diesem Abend nicht genug bekommen kann.

Dass „Oldies“ auch in der Karnevalszeit zu „Goldies“ werden können, beweisen die Höhner mit einem 60er-Jahre-Medley. „Hotel California“, „Mighty Quinn“, „Hey Jude“ – Hits einer glorreichen Epoche, die aber nicht bei jedem Jecken sofort auf Zustimmung stößt.

„Für den Traditionalisten war das zunächst schwere Kost, doch als insbesondere bei „Hey Jude“ alle voller Inbrunst das „Na Na Na“ in den Saal schmetterten, war die anfängliche Kritik sofort vergessen. Schließlich sind doch viele mit dieser Musik groß geworden“, freut sich Henning.

Auch der aktuelle Höhner-Session-Hit „Carneval“ lässt das Stimmungsbarometer in den Festsälen steigen. Inzwischen hat „Carneval“ es ins Finale bei Radio Köln „Top Jeck“ geschafft.

„Ich glaube, mit diesem Song haben wir den Nagel genau auf den Kopf getroffen, denn Karneval ist ein Weltphänomen, das auch in fast allen Sprachen gleich klingt. Wir haben den Song mit einem fetzigen Samba-Rhythmus tanz- und auch hoffentlich charttauglich produziert. Der Karneval wird zwar in vielen Ländern unterschiedlich gefeiert – doch er hat überall das gleiche Ziel: Frust abtanzen, die Alltagssorgen vergessen und die Batterien neu auftanken. Wenn auch die Höhner mit ihrem Titel etwas dazu beitragen können, würde uns das natürlich besonders glücklich machen“ freut sich Henning.

Zum Abschluss lässt es das Quintett mit „Hey Kölle“ und „Viva Colonia“ noch einmal richtig krachen, bevor es im Eiltempo zur nächsten Location geht.

Als nächstes „Ausflugsziel“ steht der „Gürzenich“ auf dem Programm – eine Festhalle in der Kölner Altstadt – errichtet im 15. Jahrhundert. Im Backstagebereich begrüßen wir Comedian Guido Cantz, der sich gerade auf seinen nächsten Auftritt vorbereitet. Während des Höhner-Auftritts treffen die Paveier ein, später laufen uns noch die Räuber über den Weg.

„Hier brennt die Luft, hier steppt heut‘ der Bär, die Stimmung steigt enorm beim Nahverkehr“ – wie wahr, denn auch die folgenden Auftritte im „Kristallsaal der Kölnmesse“ und im „Maritim“ haben es in sich. Es ist ein Kommen und Gehen in der närrischen Zeit, die am „Elften im Elften“ um „Elf Uhr Elf“ beginnt und sich schrittweise, nach der Weihnachtszeit, beginnend ab Neujahr langsam steigert.

Während die Crew die Anlage im Bus verstaut, stärken sich im Bandbus nach inzwischen genau 100 Kurz-Auftritten Janus und Henning an vitaminreicher Kost. „Die Karawane zieht weiter“ – das letzte Ziel heißt „Königspalast Krefeld“, in dem es zum großen Showdown kommt.

„Hier werden uns die ,Bückeburger Jäger‘ begleiten“, danach geht’s ab nach Hause ins Bett“, flachst Henning.

Das wünschen wir uns auch, aber vor uns liegen noch 270 Kilometer, die wir aber nach so einem erlebnisreichen Tag gerne in Kauf nehmen.

Danke Höhner, dass wir so hautnah dabei sein durften. Kopf hoch und weiter geklotzt, denn am Aschermittwoch ist schon wieder alles vorbei.

Wenige Tage später erkrankte der Schlagzeuger Janus Fröhlich an einer schweren Darmerkrankung und steht für den Rest der Sessions nicht mehr zur Verfügung. Wir wünschen ihm auf diesem Weg alles Gute für seine weitere Genesung.

Beim Gruppenfoto vor dem Tourbus

„sind alle dabei“: Von Links: Janus,

John, Henning,

Peter, Hannes und Jens.




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