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Raumordnungsprogramm des Kreises sieht Möglichkeit vor / Ortsbürgermeister will sich einsetzen

Vision mit Charme: Umgehung für Hachmühlen

Hachmühlen (jhr). Mit dem Bau der Umgehungsstraße bei Eimbeckhausen wird sich der Verkehr auf der Bundesstraße 442 noch verstärken – mit dieser Einschätzung steht Hachmühlens Ortsbürgermeister Helmut Steinwedel nicht alleine. Seine, von Experten für Regionalplanung unterstützte, Vision: Eine Entlastungstrasse, die den Verkehr der B 442 aus Hachmühlen heraushält.


Vorgestellt wurde die Idee einer solchen Trasse jüngst während des Forums Verkehr des Zukunftsentwicklungsprogramms – Jörg Heine, stellvertretender Referatsleiter Regionale Entwicklung beim Landkreis, wies darauf hin, dass das Raumordnungsprogramm des Kreises die Möglichkeit durchaus vorsehe. Im Bundesverkehrswegeplan von 2002/2003 ist die Ortsumgehung bereits als neues Vorhaben verzeichnet.

Dass eine Entlastungstrasse nicht nur für Hachmühlen, sondern auch für andere Bereiche des Landkreises durchaus Charme hat, wurde in der Darstellung Heines deutlich. Die Umgehung bei Eimbeckhausen mache die B 442 als Zubringer zur Autobahn beispielsweise für Hameln noch attraktiver. Eine Trasse könnte westlich um Hachmühlen herumführen, würde aus Richtung Hameln kommend von der B 217 auf Höhe der Eisenbahnbrücke zwischen Hasperde und Hachmühlen abzweigen und entlang der vorhandenen Bahntrasse nach Norden führen. Vor dem bebauten Gebiet auf Höhe der Biogasanlage würde die Trasse wieder an die B 442 anschließen. „Ein Vorteil wäre, dass die Gegebenheiten entlang der Bahntrasse passen würden – hauptsächlich Ackerflächen, Brückenbauwerke wären wahrscheinlich nicht notwendig“, erklärte Heine. Rund zweieinhalb Kilometer lang wäre die Entlastungstrasse – und viel Verkehr würde um Hachmühlen herumgeführt.

Ortsbürgermeister Steinwedel erinnert daran, dass auf eine mögliche Ortsumgehung bereits bei der Bauleitplanung Rücksicht genommen wurde. Auch der Flächennutzungsplan der Stadt – er stammt aus dem Jahr 1977 – sieht eine solche Möglichkeit vor, bestätigt Ulrike Behrens im städtischen Planungsamt.

Steinwedel weiß um die aktuelle finanzielle Situation bei Bund, Ländern und Kommunen – einsetzen will er sich für die Umgehungstrasse dennoch: „Wir haben in der Vergangenheit schon erlebt, dass andere Projekte nicht realisiert werden konnten und kurzfristig Geld zur Verfügung stand.“

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