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Viereinhalb entscheidende Wochen für die HF Springe

SPRINGE. Wer in der nächsten Saison in der 2. Handball-Bundesliga spielen will, muss spätestens am 1. März die Lizenz beantragen. Die HF Springe dürften schon drei Wochen vorher wissen, ob es sich lohnt, den Antrag zu stellen – denn der Start in die Rückrunde hat es in sich für die Mannschaft von Trainer Oleg Kuleshov.

Auf die HF mit Trainer Oleg Kuleshov wartet ein anspruchsvolles Programm in den ersten Wochen des Jahres. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Vier Teams haben noch realistische Chancen auf den Titel im Norden. Die Springer gehören als Tabellendritter mit 21:7 Punkten dazu. Am kommenden Sonnabend (18 Uhr) empfangen sie Spitzenreiter HSV Hamburg (24:4) zum ersten Rückrundenspiel, eine Woche später treten sie beim TSV Altenholz (2./22:6) an. Und die Mecklenburger Stiere Schwerin (4./19:9) gastieren am 10. Februar in Springe – das werden viereinhalb vorentscheidende Wochen.

Die Hamburger sind der Topfavorit. Nicht nur, weil sie die Tabelle nach der Hinrunde souverän anführen. Der Champions-League-Gewinner von 2013 hat nach der Insolvenz vor zwei Jahren seine professionellen Strukturen erhalten, der Etat ist mit 1,6 bis 1,8 Millionen Euro vier Mal so hoch wie das Springer Budget – und auch der Zuschauerzuspruch ist trotz des Absturzes aus der 1. in die 3. Liga damals ungebrochen. Zum Heimspiel gegen die HF vor wenigen Wochen kamen 3000 Zuschauer – das ist erstligareif.

Von diesen Zahlen können die Springer nur träumen. Einen Schnitt von 700 Zuschauern peilt HF-Manager Dennis Melching mittelfristig an – bislang sind es in der Regel nur etwas mehr als die Hälfte. Am Sonnabend wird es allerdings voll. Nur noch Stehplatzkarten sind an der Tageskasse, die um 16.30 Uhr öffnet, erhältlich. Auch eine große Hamburger Fangemeinde kommt mit – der HSV hat das Gästekartenkontingent von 130 Karten komplett abgerufen.

Die Generalprobe für das Topspiel haben die Springer mit einer Niederlage am Dienstag gegen Burgwedel (wir berichteten) nach einer vor allem im Angriff schwachen Leistung vermasselt. In Pflichtspielen sind sie in der heimischen Halle allerdings immer noch eine Macht – zumal gegen Hamburg auch der torgefährliche Spielmacher Pawel Niewrzawa wieder mit von der Partie sein dürfte.

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