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B 65-Ausbau: Bürgerinitiative weitgehend zufrieden mit Plänen

Vier Punkte noch zu verbessern

Heuerßen/Kobbensen (gus). Die Bürgerinitiative "Hände weg von der B 65" (BiB 65) ist mit dem kürzlich vom Landkreis präsentierten Entwurf zum Umbau der Bundesstraße weitgehend zufrieden. Kein Wunder, wurde doch in das Papier ein Vorschlag der BiB 65 für den Abschnitt Heuerßen/Kobbensen aufgenommen.

Was ist in den zurückliegenden vier Jahren nicht alles diskutiert worden hinsichtlich des Nadelöhrs Kobbensen/Heuerßen. Die Varianten, wie die B 65 nach dem Ausbau dort aussehen sollte, reichten von einer minimalistischen Bedarfsampel über eine reguläre Ampelkreuzung bis hin zu einem überdimensionierten ovalenKreisel. Das eine gefiel der BiB 65, das andere der Ratsmehrheit besser. Streit war an der Tagesordnung. Zeitweiligüberlegten die Planer laut, den Bereich so zu belassen, wie er ist. Vor einem Dreivierteljahr gelang der Bürgerinitiative eine Art Befreiungsschlag. Eine von Hans Bielefeld im Heuerßer Gemeinderat vorgelegte Skizze sah die offenkundig unumgängliche Ampelkreuzung vor - allerdings gut 50 Meter von Kobbensen abgerückt. Plötzlich waren im Groben alle Seiten einverstanden. Auch die Planer des Landkreises. Diese haben nun fachlich umgesetzt, was die BiB 65 pragmatisch angeregt hatte. Der vom Landkreis vorgelegte Entwurf beinhaltet eine Kreuzung der neuen B 65-Trasse mit der Kreisstraße 30 (Verbindung Heuerßen-Lindhorst) etwa 70 Meter von Kobbensen entfernt. Dies ermöglicht ausreichenden und vor allem zusätzlichen Lärmschutz für Kobbensen. Ein ein Meter hoher Wall soll die Emissionen ebenfalls von der Siedlung Eichenbruch fernhalten. Der Eichenbruch wird über eine Straße an die K 30 angebunden. Die vorherige B 65-Trasse dient fortan als Wirtschaftsweg und Busspur. "Damit können wir leben", sagt Bielefeld. Auch die Vorsitzende der Bürgerinitiative, Johanna Freudenreich, sieht das so, auch wenn beide darauf beharren, dass gar kein Ausbau der beste Weg wäre. "Aber wir wollen jetzt nichts mehr torpedieren. Wir werden den Ausbau bis zum Ende kritisch begleiten", betont Bielefeld. Denn es gebe noch vier Punkte, die die BiB 65 für verbesserungswürdig halte. Da ist zum einen ein Buswende-Kreisel, der nach jetzigem Stand westlich der Ampelkreuzung gebaut werden soll. "Dann müssten die Kinder zweimal über eine Ampel. Besser wäre es, den Kreisel auf der Ostseite zu bauen", so Bielefeld. Für alle Kobbenser Kinder wäre die Bushaltestelle dann auch ein Stück näher. Die Planer haben laut Bielefeld signalisiert, den Hinweis berücksichtigen zu wollen. Gleiches gelte für einen Fußweg von der Anbindung der Siedlung Eichenbruch an die K 30 hin zum Bushäuschen, um die Strecke etwas zu verkürzen. Punkt drei betrifft ebenfalls den Busverkehr. Die BiB 65 wünscht sich eine zusätzliche Haltestelle im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses Kobbensen. Ebenfalls noch zu optimieren sei der Bereich "Im Winkel", so die Sprecher der Bürgerinitiative. Um den Verkehr dort zu verlangsamen, müsse eine Mittelinsel gebaut werden. Schließlich sprächen die B 65-Planer von zunehmenden Verkehrsströmen. Schon jetzt sei das Abbiegen an der Stelle gefährlich. Freudenreich schlägt außerdem vor, den Starenkasten am Lohhof, der nach dem Ausbau überflüssig wäre, an der Kreuzung "Im Winkel" zu platzieren.




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